Zalaris, ASA

Zalaris ASA Aktie: Kona BidCo bei 87,35 Prozent

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kona BidCo erhöht Zalaris-Anteil auf 87,35 Prozent. Der Börsenabschied ist beantragt, das zweite Quartal zeigt Sonderbelastungen durch die Übernahme.

Zalaris-Aktie: Großaktionär stockt Anteile vor geplantem Börsenabschied auf
Abstrakte Darstellung einer Unternehmensübernahme und Marktkonsolidierung in einer modernen, professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der norwegische Personaldienstleister Zalaris ASA bereitet den endgültigen Rückzug vom öffentlichen Aktienmarkt vor. Während das Unternehmen bereits die offizielle Delisting-Zusage bei der Euronext Oslo Børs beantragt hat, baut der Großaktionär Kona BidCo AS seine Position durch Zukäufe über den freien Markt kontinuierlich weiter aus. Das Unternehmen befindet sich damit in einer entscheidenden Übergangsphase, die auch die jüngsten Bilanzen prägt.

Großaktionär baut Beteiligung vor dem Delisting aus

Kona BidCo AS, ein Käufer im Umfeld des Zalaris-Vorsitzenden Fredrik Gyllenhammar Raaum, hat seine Anteile am Unternehmen in den vergangenen Tagen schrittweise aufgestockt.

Wie aus Medienberichten hervorgeht, erhöhte der Großaktionär seine Beteiligung zuletzt am vergangenen Donnerstag durch den Erwerb von 559 Aktien zu einem Preis von 100 NOK pro Anteil. Damit kontrolliert Kona BidCo nun insgesamt 19.335.579 Aktien, was einem Anteil von 87,35 Prozent am ausgegebenen Aktienkapital und den Stimmrechten entspricht.

Unter Berücksichtigung der von Zalaris selbst gehaltenen eigenen Aktien beläuft sich der kontrollierte Anteil bereinigt sogar auf 88,57 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht das Ziel der Investorengruppe, die volle Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen.

Bereits am Montag vergangener Woche hat die Euronext Oslo Børs den offiziellen Antrag von Zalaris ASA auf Delisting der Aktien erhalten. Dieser Schritt folgt auf die außerordentliche Hauptversammlung, die am 11. August stattfand und den Weg für das Ende der Börsennotierung ebnete.

Quartalsergebnis durch Transaktionskosten belastet

Die finanziellen Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026, die das Unternehmen Mitte August vorlegte, zeigen die Auswirkungen dieses strategischen Wandels. Zalaris erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Gesamtumsatz von 344,2 Millionen NOK. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wenngleich der Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse um 0,5 Prozent leicht zulegen konnte.

Während die operative Leistung laut Unternehmensangaben stabil blieb, hinterließen die Kosten für die Übernahme durch Kona BidCo deutliche Spuren in der Erfolgsrechnung.

Zalaris wies ein bereinigtes EBIT von 37,6 Millionen NOK aus, was einer Marge von 10,9 Prozent entspricht. Das berichtete EBIT fiel jedoch mit minus 14,6 Millionen NOK negativ aus. Hauptverantwortlich hierfür waren Beratungskosten sowie aktienbasierte Vergütungseffekte, die unmittelbar mit der Akquisition durch Kona BidCo in Zusammenhang stehen.

Stabiler Geschäftsverlauf im strategischen Übergang

Trotz der Belastungen durch die Transaktionskosten bewertet das Management die zugrunde liegende Geschäftsentwicklung als robust. Zalaris befand sich im zweiten Quartal in einer Phase des strategischen Übergangs, wobei das Kerngeschäft in einem stabilen Marktumfeld operierte.

Das Unternehmen konzentriert sich darauf, die Effizienz seiner Dienstleistungen im Bereich Human Resources und Payroll beizubehalten, während die organisatorischen Weichen für die Zukunft als privates Unternehmen gestellt werden.

An der Börse reagierte das Papier am heutigen Dienstag mit deutlichen Gewinnen auf die Gesamtlage. Die Aktie stieg um 9,4 Prozent und notiert bei 110,00 NOK. Damit liegt der Kurs deutlich über dem Schlusskurs von gestern, der bei 100,50 NOK festgestellt wurde.

In den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Wert insgesamt einen Zuwachs von 10 Prozent, was das anhaltende Interesse der Marktteilnehmer im Umfeld des laufenden Übernahme- und Delisting-Prozesses widerspiegelt. Wann genau der Handel in Oslo final eingestellt wird, hängt nun von der Entscheidung der Börsenaufsicht über den gestellten Antrag ab.

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