Yancoal Australia Aktie: Schließt Kestrel-Kauf ab
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 10:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Vollziehung der Kestrel-Übernahme hat die Aktie von Yancoal Australia heute spürbar belastet. Das Papier verbuchte im heutigen Handel einen Kursrückgang von 7,1 Prozent auf 3,39 Euro. Medienberichten zufolge trennten sich Marktteilnehmer von Anteilen, weil das Unternehmen für den milliardenschweren Zukauf wieder auf Schuldenaufnahme setzt.
Der australische Kohleproduzent schloss den Erwerb von 80 Prozent an der Kestrel-Kohlemine heute formal ab. Verkäufer der Anteile sind unter anderem EMR Capital Advisors und Adaro Capital. Für die Beteiligung zahlt Yancoal vorab 1,85 Milliarden US-Dollar.
Den Baranteil beglich das Unternehmen aus vorhandenen Barmitteln sowie einer ersten Ziehung aus einer fünfjährigen Kreditfazilität über 1,2 Milliarden US-Dollar.
Sollte der Benchmark-Kohlepreis in den ersten fünf Jahren nach Abschluss 225 US-Dollar je Tonne übersteigen, werden bis zu 550 Millionen US-Dollar an erfolgsabhängigen Nachzahlungen fällig. Yancoal verbucht Produktion, Erlöse und Erträge der Kestrel-Mine ab dem heutigen 1. Oktober anteilig.
Genehmigung für Hunter Valley Operations
Neben der Großakquisition gab es gestern regulatorische Fortschritte beim bestehenden Portfolio. Die Independent Planning Commission des Bundesstaates New South Wales genehmigte die Fortführungsprojekte für die Mine Hunter Valley Operations. An diesem Gemeinschaftsunternehmen hält Yancoal 51 Prozent, während Glencore 49 Prozent der Anteile besitzt.
Die Entscheidung ermöglicht den Weiterbetrieb am Standort HVO North bis 2045 und bei HVO South bis 2042. Die Genehmigung ist allerdings an strenge Auflagen gebunden. Dazu gehören Pläne zum Emissionsmanagement, zusätzliche CO2-Kompensationsmaßnahmen sowie Vorgaben zur Maximierung erneuerbarer Energien. Eine finale umweltrechtliche Genehmigung durch die zuständigen Bundesbehörden steht zudem noch aus.
Operative Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr
Operativ blickt das Unternehmen auf ein stabiles erstes Halbjahr 2026 zurück. In den ersten sechs Monaten legte der Umsatz um 13 Prozent auf 3.024 Millionen A$ zu. Die zurechenbare Kohleförderung stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls leicht an. Das Management stellte für das Gesamtjahr 2026 eine Kohleproduktion in der oberen Hälfte der Prognosespanne in Aussicht.
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