XRP, CLARITY

XRP: CLARITY Act scheitert im Senat

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 07:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach dem gescheiterten US-Senatsvotum hält Ripple an seinen Plänen fest, während XRP zulegt und institutionelle Nutzung weiter ausgebaut wird.

XRP bleibt trotz CLARITY-Act-Blockade und Sicherheitsvorfall robust
Ein modernes Büro mit einem Smartphone auf einem Schreibtisch, stimmungsvolle Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Der Krypto-Sektor blickt nach Washington: Im US-Senat scheiterte eine Abstimmung zur Beendigung der Debatte über den sogenannten CLARITY Act. Damit bleibt die regulatorische Einstufung von XRP vorerst ohne die erhoffte gesetzliche Klarheit, was am Markt zeitweise für Verkaufsdruck sorgte.

Ripple-Chef Brad Garlinghouse trat den Bedenken jedoch entgegen und betonte, das Scheitern ändere für Ripple und den Token nichts. Am Markt zeigt sich die Kryptowährung robust: Aktuell notiert XRP bei 1,60 USD, was einem Tagesgewinn von 1,9 % entspricht.

Regulatorischer Stillstand in Washington

Der CLARITY Act galt Beobachtern als eine der wesentlichen regulatorischen Weichenstellungen, da er die Klassifizierung des Tokens verbindlich hätte regeln können. Medienberichten zufolge führte das Scheitern des Votums zu spürbarer Ernüchterung unter Anlegern.

Dennoch hielt Garlinghouse an seiner gelassenen Haltung fest. Für die operative Entwicklung und die langfristigen Pläne des Unternehmens spiele der Ausgang der Abstimmung keine entscheidende Rolle.

In den Wochen zuvor hatten die XRP-Fonds zeitweise stärkere Zuflüsse ausgewiesen als entsprechende Anlagevehikel auf Bitcoin und Ethereum.

Institutionelle Integration schreitet voran

Abseits der ETF-Märkte treibt Ripple die Anbindung an klassische Unternehmensstrukturen voran. Im Fokus steht dabei die Verknüpfung bestehender Zahlungs- und Verwahrungssysteme mit der Blockchain-Technologie, um institutionellen Kunden den Zugang zu digitalen Vermögenswerten ohne zusätzliche Schnittstellen zu erleichtern.

Vor diesem Hintergrund schloss sich der deutsche Nutzfahrzeug- und Logistikkonzern TRATON an Ripples Treasury-Infrastruktur an, was den Zugriff auf XRP und den Stablecoin RLUSD über eine gemeinsame Plattform ermöglicht.

Zudem akzeptiert Ripple Prime den Token inzwischen neben Staatsanleihen, Gold und Fiat-Währungen als Kreditsicherheit.

Externe Sicherheitsrisiken und Marktperspektiven

Dass technologische Sicherheitsrisiken abseits der Kerninfrastruktur präsent bleiben, zeigte ein Zwischenfall beim externen Anbieter D’CENT Wallet. Medienberichten zufolge erbeuteten Angreifer über eine Schwachstelle bei diesem Dienstleister Bestände von Nutzern. Das zugrunde liegende Protokoll des XRP Ledgers war von diesem Exploit jedoch nicht betroffen.

Für die Marktstimmung erwies sich derweil die Aussicht auf neue Nachfrage als Stütze: Das Unternehmen Evernorth sicherte sich Zusagen über 30 Millionen USD für potenzielle XRP-Käufe, über die bei einer Aktionärsabstimmung am 30. September entschieden wird. Auf Sicht der vergangenen sieben Tage verbucht der Token ein Plus von 25 %.

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