XRP: Absa startet Verwahrungsdienst mit Ripple
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 14:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die südafrikanische Bankengruppe Absa hat ihren regulierten Verwahrungsdienst für digitale Vermögenswerte gestern offiziell gestartet. Das Angebot unter dem Namen Absa Digital Asset Custody richtet sich an Firmenkunden sowie institutionelle Vermögensverwalter und nutzt die Infrastruktur des Krypto-Unternehmens Ripple. Der Schritt markiert den operativen Start einer Partnerschaft, die ursprünglich im Oktober 2025 vereinbart worden war.
Für den Token XRP fällt der Dienstantritt in ein festes Marktumfeld: Die Kryptowährung kletterte heute um 9,2 Prozent auf 1,54 USD. Mit diesem Anstieg notiert der Kurs inzwischen 56 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.
Banken-Infrastruktur für digitale Werte
Nach Angaben von Reece Merrick, Managing Director für den Nahen Osten und Afrika bei Ripple, etabliert das neue Angebot bankübliche Standards für die Verwaltung digitaler Werte auf dem Kontinent. Die Plattform fungiert als reiner Verwahrort und schließt Handels- oder Lending-Funktionen aus.
Absa verwaltet ein Vermögen von mehr als 2,07 Billionen südafrikanischen Rand. Zwar hat das Institut noch keine vollständige Gebührenstruktur oder Pilotkunden publiziert, der Dienst unterstützt jedoch neben klassischen Krypto-Assets wie Bitcoin und XRP auch tokenisierte reale Vermögenswerte.
Charttechniker stecken neue Kursmarken ab
Neben den Fortschritten bei der institutionellen Verwahrung stützen auch technische Kaufsignale das Sentiment. Der Trader Peter Brandt veröffentlichte gestern eine Analyse auf Basis des langfristigen Monatscharts, in der er ein potenzielles Kursziel von 5,40 USD ableitet. Brandt betonte dabei, dass es sich um eine rein technische Musterinterpretation und nicht um eine Handelsempfehlung handelt.
Kurzfristig richten Marktbeobachter den Blick auf engere Widerstände. Der Analyst Ali Martinez verwies darauf, dass On-Chain-Daten im Bereich um 1,60 USD ein größeres Handelsvolumen von rund 2,5 Milliarden XRP ausweisen, was dort für Gegenwind sorgen könnte.
Regulatorisches Umfeld und Netzwerk-Upgrades
Die Erholung setzt sich durch, obwohl der US-Gesetzentwurf Clarity Act im Senat vor gut einer Woche gescheitert ist; seither verzeichnet der Markt ein Plus von 8,2 Prozent. Ripple-Führungskräfte hatten unmittelbar nach dem Votum betont, dass die Entscheidung am operativen Status des Unternehmens und der Nachfrage nichts ändere.
Gleichzeitig steht auf Protokollebene eine technische Neuerung bevor: Diese Änderung ermöglicht die gebündelte Ausführung von Transaktionen und soll institutionelle grenzüberschreitende Zahlungen beschleunigen.
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