Xometry Aktie: Insider verkaufen Rekordnähe
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 03:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gleich drei Führungskräfte von Xometry haben Anfang Oktober Aktien abgegeben, während der Kurs knapp unter dem Jahreshoch notiert. Hinter den Verkäufen stecken vorab festgelegte Handelspläne, die Summen sind überschaubar.
Wer verkauft hat
Am größten fiel der Verkauf bei Direktor Randolph Altschuler und seiner Ehefrau aus. Die Anteile der Ehefrau wurden am 1. Oktober zu Kursen zwischen rund 102,55 und 106,19 Dollar veräußert, Volumen etwa 1,04 Millionen Dollar. Altschuler selbst folgte am 2. Oktober mit Aktien im Wert von rund 591.100 Dollar. Insgesamt kommen die beiden auf etwa 1,63 Millionen Dollar.
CEO Sanjeev Sahni trennte sich am 2. Oktober von 1.112 Aktien für knapp 115.000 Dollar. Technikchef Raghavan Vaidyanathan verkaufte am selben Tag 1.866 Papiere für rund 192.700 Dollar. Sahni hält danach direkt noch 179.791 Aktien, Vaidyanathan 133.911.
Der Charakter dieser Transaktionen ist wichtig: Alle liefen automatisch über Rule-10b5-1-Pläne. Bei Sahni und Vaidyanathan dienten die Verkäufe zudem der Deckung von Steuerpflichten, die beim Vesting von Restricted Stock Units anfallen. Das gilt auch teilweise für Altschuler. Marktbeobachter dürften darin eher Routine als ein Warnsignal sehen.
Starker Lauf, hohe Bewertung
Die Aktie hat sich binnen eines Jahres fast verdoppelt, das Plus liegt bei rund 99 Prozent. Das Jahreshoch von 107,93 Dollar ist nah. Zuletzt schloss das Papier bei 102,53 Dollar, ein Minus von 1,6 Prozent, nachbörslich ging es leicht auf 103,00 Dollar nach oben.
Die Bewertung ist anspruchsvoll. Eine Fair-Value-Analyse stuft die Aktie als überbewertet ein, und der freie Cashflow ist mit minus 13,9 Millionen Dollar weiterhin negativ.
Fundamentaldaten stützen den Kurs
Operativ liefert Xometry. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 41 Prozent auf 229,3 Millionen Dollar und übertraf die Erwartungen von 213,4 Millionen deutlich. Das Marktplatzgeschäft wuchs um 45 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,16 Dollar, erwartet waren 0,15 Dollar.
Die Analysten ziehen mit. Rosenblatt hob das Kursziel auf 120 Dollar und verwies auf die KI-Stärke des Unternehmens. Citizens bestätigte "Market Outperform" mit demselben Ziel. JPMorgan startete mit "Overweight" und ebenfalls 120 Dollar, begründet mit der Führungsrolle im Online-Marktplatz für Auftragsfertigung.
Alle drei Häuser sehen damit gut 17 Prozent Luft nach oben zum letzten Schlusskurs. Ob der Kurs das Jahreshoch von 107,93 Dollar knackt, entscheidet sich als Nächstes an dieser Marke.
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