Workday Aktie: Manager verkaufen Anteile
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 00:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gleich drei Top-Manager von Workday haben diese Woche Aktien verkauft. Finanzchef Zane Rowe, Produktchef Gerrit Kazmaier und Vertriebschef Robert Enslin trennten sich am 5. und 6. Oktober von Papieren im Gesamtwert von rund 2,6 Millionen Dollar. Auffällig ist das Timing, wirklich ungewöhnlich ist der Hintergrund nicht.
Vorab geplante Verkäufe
Alle Transaktionen laufen über Rule-10b5-1-Pläne. Solche Handelspläne legen Insider Monate im Voraus fest, die Verkäufe erfolgen also unabhängig von aktuellen Kursen oder Insiderwissen. Rowe hatte seinen Plan im März 2025 aufgesetzt, Enslin und Kazmaier im September 2025.
Rowe verkaufte 6.000 Aktien für etwa 1,12 Millionen Dollar. Enslin kam auf rund 1 Million Dollar, Kazmaier auf 511.000 Dollar. Die Preise lagen jeweils zwischen etwa 185 und 189 Dollar je Aktie.
Hinzu kommen Abgaben vom 5. Oktober, die mit Börsenhandel wenig zu tun haben. Workday behielt bei allen drei Managern Aktien ein, um Steuerschulden aus der Auszahlung von Restricted Stock Units zu begleichen. Bei Rowe waren es gut 10.000 Papiere, bei Enslin knapp 5.700, bei Kazmaier knapp 9.000.
Kursplus als Hintergrund
Die Verkäufe fallen in eine starke Phase. Die Aktie hat in sechs Monaten rund 45 Prozent zugelegt und schloss zuletzt bei 184,26 Dollar, der Börsenwert liegt bei etwa 44 Milliarden Dollar. Nachbörslich ging es leicht aufwärts.
Die Führungsriege bleibt trotz der Verkäufe stark investiert. Rowe hält nach den Transaktionen rund 270.000 Aktien und Aktienrechte, Kazmaier gut 251.000 und Enslin gut 226.000. Der Großteil davon sind noch nicht ausgezahlte Stock Units.
Analysten zwischen Skepsis und Zuversicht
Das Analystenlager bewertet die Aktie unterschiedlich. Die Kursziele liegen zwischen 200 und 230 Dollar:
- Needham: Kaufempfehlung, Ziel 230 Dollar, begründet mit stabiler Nachfrage nach KI-Lösungen wie dem Produkt Extend
- Cantor Fitzgerald: "Overweight", Ziel 205 Dollar, trotz des Abbaus von 2,5 Prozent der Stellen, vor allem in Produkt und Technik
- Citi: "Neutral", Ziel 201 Dollar
- Freedom Broker: Abstufung auf "Hold", Ziel 200 Dollar wegen der Bewertung
Citi erwartet, dass Workday bei den anstehenden Investorenveranstaltungen das Ausblicksziel für das Geschäftsjahr 2028 bestätigt: elf Prozent Wachstum bei den Abonnementerlösen und eine höhere operative Marge. Die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 hatten beim Umsatz leicht, bei Marge und Gewinn je Aktie deutlich über den Prognosen gelegen.
Solche Termine liefern den nächsten Anhaltspunkt, ob die Aktie ihr Niveau über 180 Dollar halten kann.
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