Woodside, Energy

Woodside Energy: Umsatz springt 28 Prozent auf 4,2 Milliarden

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 04:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Woodside Energy steigert Umsatz im zweiten Quartal um 28 Prozent dank hoher Ölpreise, trotz wetterbedingt gesunkener Fördermengen.

Woodside Energy: Umsatzsprung trotz Produktionsrückgang im Q2 2026
Abstrakte Darstellung einer modernen Offshore-Energieplattform bei Sonnenaufgang als Symbol für den Energiesektor. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der australische Energiekonzern Woodside Energy Group hat für das zweite Quartal 2026 einen deutlichen Umsatzsprung gemeldet. Trotz eines wetter- und wartungsbedingten Rückgangs der Fördermengen profitierte das Unternehmen massiv von den Verwerfungen an den globalen Energiemärkten und den daraus resultierenden Preissteigerungen.

Hohe Realisierungspreise kompensieren Förderrückgang

Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 28 Prozent auf 4,185 Milliarden US-Dollar. Wesentlicher Treiber war der durchschnittlich erzielte Preis, der um 35 Prozent auf 85 US-Dollar pro Barrel Öläquivalent (boe) stieg. Im Vorjahresvergleich betrug das Plus beim realisierten Preis sogar 44 Prozent. Medienberichten zufolge waren insbesondere die Folgen regionaler Konflikte und die damit verbundene Sperrung der Straße von Hormus für das hohe Preisniveau verantwortlich.

Diesem finanziellen Zuwachs stand ein Rückgang der Produktion gegenüber. Im zweiten Quartal förderte Woodside 41,3 Millionen boe – ein Minus von 9 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Gründe nannte der Konzern geplante Wartungsarbeiten am Pluto-Projekt sowie Beeinträchtigungen durch einen Zyklon. CEO Liz Westcott betonte dennoch die hohe operative Zuverlässigkeit; so erreichte das Sangomar-Projekt eine Verfügbarkeit von 99,3 Prozent.

Die Aktie der Woodside Energy Group spiegelt den positiven Trend der letzten Monate wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von 50,29 Prozent und notiert derzeit bei 20,00 Euro. In den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs um 17,03 Prozent zu.

Fortschritte bei Großprojekten und strategische Zukäufe

Parallel zu den Quartalszahlen gab Woodside Einblicke in den Stand seiner wichtigsten Wachstumsprojekte. Das Scarborough-Projekt in Australien ist demnach zu 98 Prozent abgeschlossen. Die erste Ladung Flüssigerdgas (LNG) wird weiterhin für das vierte Quartal 2026 erwartet. Beim Trion-Projekt in Mexiko wurde ein Fertigstellungsgrad von 64 Prozent erreicht, wobei das erste Öl für das Jahr 2028 geplant ist. Das Louisiana-LNG-Projekt in den USA liegt mit 28 Prozent im Plan, um 2029 in Betrieb zu gehen.

Strategisch hat Woodside seine Position im Browse-Joint-Venture durch die Ausübung von Vorkaufsrechten gestärkt. Das Unternehmen übernahm einen Anteil von 10,67 Prozent von PetroChina, womit die eigene Beteiligung auf 41,27 Prozent anstieg. Zudem wurde die Betriebsführung des Gippsland-Beckens offiziell von ExxonMobil übernommen.

Prognose für das Gesamtjahr konkretisiert

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hat das Management die Produktionsprognose eingeengt. Woodside erwartet nun eine Gesamtförderung zwischen 174 und 185 Millionen boe. Die Investitionsausgaben bleiben unverändert in einer Spanne von 4,0 bis 4,5 Milliarden US-Dollar geplant. Ein Liefervertrag mit Alcoa über 31,1 Petajoule Gas für den Zeitraum 2027 bis 2030 sichert zudem langfristige Absatzmengen.

Trotz der geringeren Fördermengen im abgelaufenen Quartal zeigt sich die Konzernführung optimistisch. Liz Westcott verwies darauf, dass Kunden weiterhin stark an neuem australischen Angebot interessiert seien, was die langfristige Strategie des Unternehmens unterstreiche. Zudem plant Woodside für das vierte Quartal 2026 einen Asset-Swap mit Chevron, um das Portfolio weiter zu optimieren.

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