Williams Cos Aktie: Solide Zahlen, volle Power-Pipeline
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 00:32 Uhr | Redaktion boerse-global.deWilliams hat im dritten Quartal die Erwartungen erfüllt und beim bereinigten Gewinn je Aktie die Prognose von 54 Cent exakt getroffen. Wichtiger als die Zahlen selbst dürfte der Blick auf die Stromprojekte sein: Das Management kündigt weitere Abschlüsse für "bald" an.
Zahlen im Rahmen der Erwartungen
Der Konzern verdiente unter dem Strich 699 Millionen Dollar oder 56 Cent je Aktie, nach 53 Cent im Vorjahresquartal. Bereinigt blieben 54 Cent je Aktie, ein Plus von zehn Prozent. Der Umsatz stieg um gut zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar und lag damit klar über der erwarteten Marke von rund 3 Milliarden.
Das bereinigte EBITDA wuchs um sechs Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar. Treiber waren höhere Serviceerlöse, neue Einnahmen aus der Stromerzeugung, die Momentum-Übernahme und zusätzliche Speicherumsätze. Ein Verkauf eines Gathering-Systems im Permian-Becken steuerte einen Buchgewinn bei, der bei den bereinigten Werten herausgerechnet wird.
Die Dividende ist gut gedeckt: Das Verhältnis liegt bei 2,42.
Prognose bestätigt, obere Hälfte im Blick
Die Jahresprognose bleibt bestehen. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 8,3 und 8,5 Milliarden Dollar liegen. Williams peilt dabei inzwischen die obere Hälfte der Spanne an. Nach neun Monaten steht ein Plus von neun Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar zu Buche. Bis 2030 will das Unternehmen das bereinigte EBITDA jährlich um mehr als elf Prozent steigern.
Power-Geschäft als Wachstumstreiber
Das erste Projekt Socrates, das 400 Megawatt Strom für ein Rechenzentrum mit Meta-Bezug liefert, ging nach Unternehmensangaben vor dem Zeitplan komplett ans Netz. Ein zweites Vorhaben, Plato North, soll bis Mitte November in Betrieb gehen. Insgesamt hat Williams Stromprojekte im Umfang von 9,6 Milliarden Dollar in der Umsetzung.
Analysten wie Jefferies rechnen mit mindestens einem weiteren Abschluss bis Jahresende, möglicherweise mit größeren Projekten und Laufzeiten von 15 bis 20 Jahren. Barclays sieht das Wachstum klar über dem Niveau der Midstream-Konkurrenz. Jefferies mahnt allerdings, dass schwächere Mengen im Haynesville-Becken 2027 belasten könnten.
Dort hat Williams mit der vorzeitig abgeschlossenen Momentum-Übernahme seine Position ausgebaut. Hinzu kommen Erweiterungen bei Transco und im Speicher Clay Basin.
Bewertung und nächster Termin
Vor den Zahlen kostete die Aktie 74,35 Dollar, das mittlere Kursziel der Analysten liegt bei 85,38 Dollar. 23 von 25 Analysten raten zum Kauf. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 32 auf Basis der Schätzungen ist die Aktie für einen Pipelinebetreiber ambitioniert bewertet. Heute um 15:30 Uhr deutscher Zeit stellt sich das Management in der Telefonkonferenz den Fragen der Analysten, vor allem zu neuen Power-Verträgen.
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