Willamette Valley Vineyards: Verlust steigt auf 0,40 Dollar
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 17:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das US-amerikanische Weinbauunternehmen Willamette Valley Vineyards steht vor einer erheblichen finanziellen Herausforderung. Wie das Unternehmen vor knapp zwei Wochen mitteilte, weitete sich der Verlust pro Stammaktie nach Dividenden für Vorzugsaktien im zweiten Quartal 2026 deutlich aus.
Erreichte das Minus im Vorjahresquartal noch 0,09 US-Dollar, stieg dieser Wert nun auf 0,40 US-Dollar an. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung ist die finanzielle Schieflage eines bedeutenden Geschäftspartners.
Einmaleffekte durch RNDC-Insolvenz belasten das Ergebnis
Die finanzielle Bilanz des zweiten Quartals wurde massiv durch die Insolvenz der Republic National Distributing Company (RNDC) beeinträchtigt. Der Großhändler hatte am 26. Juli Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt.
Infolgedessen musste Willamette Valley Vineyards die Wertberichtigung für Kreditverluste um rund 1,1 Millionen US-Dollar erhöhen. Dies schlug sich unmittelbar in den Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten (SG&A) nieder, die um 22,5 Prozent auf insgesamt 7.127.694 US-Dollar kletterten.
Auch auf der Umsatzseite verzeichnete das Unternehmen einen leichten Rückgang. Die Verkaufserlöse beliefen sich im zweiten Quartal auf 10.036.275 US-Dollar, was einem Minus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Besonders die Direktverkäufe waren rückläufig und sanken um 262.493 US-Dollar. Dieser Rückgang konnte nur teilweise durch ein Plus bei den Verkäufen über Distributoren in Höhe von 103.005 US-Dollar kompensiert werden. Der Bruttogewinn sank dementsprechend um 7,1 Prozent auf rund 5,77 Millionen US-Dollar.
Strategische Kapitalmaßnahmen und operative Expansion
Um die Kapitalbasis zu stärken, hat Willamette Valley Vineyards Anfang August eine limitierte Emission von Vorzugsaktien angekündigt. Das Unternehmen strebt damit die Aufnahme von 1,75 Millionen US-Dollar an.
Der Zeichnungspreis liegt bei 3,45 US-Dollar pro Aktie, wobei Mindest- und Höchstgrenzen für Investoren gelten: Das Minimum liegt bei 300 Aktien für 1.035 US-Dollar, während maximal 5.000 Aktien für 17.250 US-Dollar erworben werden können.
Interessenten haben bis zum 30. September Zeit, zu diesen Konditionen einzusteigen. Ab dem 1. Oktober ist eine Preiserhöhung auf 3,95 US-Dollar pro Aktie vorgesehen.
Trotz der aktuellen Quartalsverluste treibt das Management die langfristige Expansion voran. Für den 12. September ist der erste Spatenstich für die Erweiterung des Weinguts geplant. Das Projekt umfasst neue Weinanpflanzungen sowie den Ausbau der Gastronomiekapazitäten.
Operativ konnte das Unternehmen zudem einen Prestigeerfolg verbuchen: Wie PRNewswire berichtet, wurde der Betrieb bei den „2026 USA Today 10Best Readers' Choice Awards“ zum dritten Mal in Folge als bester Verkostungsraum der Nation ausgezeichnet.
Managementwechsel und personelle Neuausrichtung
Bereits im Mai leitete das Unternehmen einen Wechsel an der Spitze der Finanzabteilung ein. John Hazlett wurde mit Wirkung zum 20. Mai zum Chief Financial Officer ernannt und trat damit die Nachfolge von John Ferry an, der in den Ruhestand ging. Hazlett bringt laut Unternehmensangaben mehr als 25 Jahre Erfahrung in leitenden Finanzpositionen mit, insbesondere aus den Bereichen Fertigung und Technologie.
Einem entsprechenden SEC-Filing zufolge erhält der neue CFO ein Grundgehalt von 216.000 US-Dollar sowie leistungsbezogene Anreize von bis zu 24.000 US-Dollar.
Hazlett übernimmt die Aufgabe in einer Phase, in der das Unternehmen nach einem stabilen ersten Quartal – in dem der Umsatz noch um 9,5 Prozent auf 8,26 Millionen US-Dollar gesteigert werden konnte – nun die Folgen der RNDC-Insolvenz bewältigen muss.
Während im ersten Quartal vor allem der Zuwachs bei den Distributorenverkäufen das Ergebnis stützte, steht im laufenden Halbjahr die Stabilisierung der Margen und die erfolgreiche Durchführung der Kapitalmaßnahme im Fokus.
Willamette Valley VineyardsPR-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Willamette Valley VineyardsPR-Analyse vom 25. August liefert die Antwort:
Die neusten Willamette Valley VineyardsPR-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Willamette Valley VineyardsPR-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Willamette Valley VineyardsPR: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
