Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Zwei Werke gehen an Stroymix

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 08:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wienerberger veräußert zwei russische Ziegelwerke, richtet den Fokus auf Infrastruktur und Renovierung und präsentiert sich neuen Investoren.

Wienerberger verkauft russische Werke und sucht Investorendialog
Moderne industrielle Baustoffanlage in einer architektonisch anspruchsvollen Umgebung bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Baustoffkonzern Wienerberger treibt die Bereinigung seines Portfolios voran. Medienberichten zufolge umfasst die Transaktion zwei Ziegelwerke in den Regionen Vladimir und Tatarstan, die an das Unternehmen Stroymix gehen.

Wienerberger richtet den operativen Schwerpunkt damit weiter auf seine Kernaktivitäten aus.

Dabei verwies der Konzern insbesondere auf eine resiliente Nachfrage in den Bereichen Infrastruktur und Renovierung, auf denen der strategische Fokus liegt.

Kapitalmarktauftritt nach personeller Neuordnung

Parallel zum Rückzug aus Russland sucht das Management den direkten Dialog mit den Kapitalmärkten. Am heutigen Dienstag nimmt die Wienerberger AG am „Austrian Day“ in München teil. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Baader Investment Conference statt und wird in Kooperation mit der Erste Group sowie der Baader Bank ausgerichtet.

Die Konferenzpräsenz folgt kurz auf eine personelle Weichenstellung in der Finanzkommunikation des Konzerns: Mitte des Monats übernahm Claus Ehrenbeck die Leitung der Abteilung als Senior Vice President of Investor Relations. Er folgte auf Therese Jandér und berichtet direkt an Finanzvorständin Dagmar Steinert.

Für das neu formierte Team bietet die Veranstaltung in München eine erste Bühne, um Investoren über die strategische Ausrichtung zu informieren. Bereits am 29. September steht mit der Building Materials & Construction Conference der Bank of America in London der nächste Termin im Finanzkalender an.

Aktie verharrt nahe dem Jahrestief

Am Aktienmarkt spiegeln sich die operativen Herausforderungen der vergangenen Monate deutlich wider. Vor rund einem Monat hatte Wienerberger die Jahresprognose gesenkt, was den Druck auf den Titel spürbar erhöhte. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 43 Prozent.

Gestern ging die Aktie bei einem Schlusskurs von 17,52 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Wert nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 17,26 Euro. Für die anstehenden Investorengespräche in München und London wird entscheidend sein, inwieweit das Management den Markt von der Tragfähigkeit der Fokussierung auf Infrastruktur und Sanierung überzeugen kann.

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