Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Hanke und Steiner kaufen Aktien

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 23:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hanke und Steiner erwarben Wienerberger-Anteile; im ersten Halbjahr sank das operative EBITDA um 15 Prozent.

Wienerberger: Spitzenmanager kaufen Aktien trotz schwachem Kurs
Abstrakte Darstellung einer modernen Baustelle bei Sonnenuntergang als Symbol für die Bauindustrie. Illustration mit AI erstellt.

Nach den operativen Belastungen der vergangenen Wochen setzen Spitzenmanager bei Wienerberger eigene finanzielle Mittel ein. Sowohl Interim-CEO Gerhard Hanke als auch Aufsichtsratsvorsitzender Peter Steiner erwarben Aktien des Baustoffherstellers über Directors' Dealings. Diese Transaktionen erfolgten in einem schwachen Marktumfeld: Bei einem aktuellen Kurs von 17,32 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Minus von 43 Prozent.

Die Zukäufe gelten am Kapitalmarkt als beachtetes Vertrauenssignal in einer Phase des Umbruchs. Sie fallen in eine Zeit personeller Weichenstellungen an der Spitze des Konzerns, während das Marktumfeld von spürbarer Unsicherheit geprägt bleibt.

Neuausrichtung in Vorstand und Management

Die Erwerbe durch die Organmitglieder wurden im August gemeldet. Interim-CEO Gerhard Hanke kaufte am 13. August Anteilsscheine des Baustoffkonzerns. Wenige Tage später, am 20. August, tätigte Aufsichtsratsvorsitzender Peter Steiner einen weiteren Zukauf.

Hanke hatte die Führung übernommen. Zur personellen Neuordnung gehörte auch eine Neubesetzung im Kapitalmarktauftritt: Am 15. September trat Claus Ehrenbeck seine Position als Senior Vice President Investor Relations an.

Die neue Führungsstruktur soll dem Unternehmen wieder mehr Stabilität verleihen. Vor allem auf der operativen Seite sieht sich der Konzern derzeit mit Gegenwind im europäischen und nordamerikanischen Bausektor konfrontiert.

Wohnungsneubau belastet die Halbjahreszahlen

Im ersten Halbjahr verzeichnete das Unternehmen zwar ein Umsatzwachstum auf 2.434 Millionen Euro. Gleichzeitig sank das operative EBITDA jedoch um 15 Prozent auf 326 Millionen Euro.

Die Entwicklung verdeutlicht den Druck auf die Ertragskraft, während verhaltene Nachfrage auf den Ergebnissen lastet.

Unter dem Strich stand nach sechs Monaten ein ausgeglichenes Ergebnis. Wienerberger wies für das erste Halbjahr einen Nettogewinn von 0 Millionen Euro aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 106 Millionen Euro erzielt worden waren.

Bestätigte Jahresprognose und veränderte Anteile

Für das Gesamtjahr hält das Management an der angepassten Zielsetzung fest.

Wienerberger setzt zur Kompensation auf die relative Stabilität anderer Aktivitäten. Die Segmente Infrastruktur und Renovierung tragen mittlerweile über 60 Prozent zum Konzernumsatz bei und sollen das zyklische Neubaudilemma dämpfen.

Auf der Eigentümerseite zeichneten sich unterdessen Umschichtungen bei institutionellen Investoren ab.

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