Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Erholung erst 2027 erwartet

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 09:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Jefferies sieht Erholungskräfte frühestens 2027; Wienerberger erwartet 2026 ein operatives EBITDA von 640 bis 650 Millionen Euro.
Moderne Baustelle mit Stahlträgern und Glasarchitektur im goldenen Licht, die eine langfristige Entwicklung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Die Zurückhaltung der Analysten gegenüber dem Baustoffkonzern Wienerberger hält an. Die Experten begründen ihre vorsichtige Haltung mit den anhaltend schwachen Bauvolumina in den Kernregionen Westeuropa und Nordamerika.

Schwache Bauvolumina belasten die Aussichten

Nach Einschätzung von Jefferies sind nachhaltige Erholungstreiber für den Konzern frühestens im Jahr 2027 zu erwarten. Das veranschlagte Kursziel von 16 Euro liegt nah am aktuellen Bewertungsniveau: Am Freitag ging das Papier mit einem Schlusskurs von 16,18 Euro aus dem Handel.

Damit reiht sich Jefferies in eine Serie skeptischer Expertenstimmen ein.

Wie die Nachrichtenagentur APA berichtete, begründete das Institut diesen Schritt mit deutlichen Belastungen über mehrere Kernbereiche hinweg – neben dem Neubausektor stehen auch die Segmente Renovierung und Infrastruktur unter Druck.

Gedämpfte Vorgaben für das Gesamtjahr

Der Gegenwind aus den Märkten spiegelt sich auch in der jüngeren Kursentwicklung wider. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus der Aktie auf 47 Prozent.

Das Umfeld für den Baustoffhersteller bleibt von einer gedämpften Nachfrage und beschleunigter Kosteninflation geprägt. Wienerberger hatte die Prognose für das Gesamtjahr 2026 angepasst und rechnet mit einem operativen EBITDA in einer Spanne von 640 bis 650 Millionen Euro.

Für das dritte Quartal 2026 stellte das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro sowie ein operatives EBITDA zwischen rund 170 und 180 Millionen Euro in Aussicht.

Anstehende Termine und strategische Ausrichtung

Als Reaktion auf die Marktschwäche kündigte das Management eine beschleunigte Kostenoptimierung sowie eine umfassende strategische Überprüfung der Geschäftsaktivitäten an. Erste Details dazu stehen für die kommenden Wochen auf der Agenda.

Konkrete Einblicke in den Geschäftsverlauf der ersten neun Monate 2026 sowie weitere Informationen zu den geplanten Kostensenkungen will Wienerberger am 12. November vorlegen. Bereits am 22. Oktober steht zudem ein Auftritt des Unternehmens auf der GEWINN Messe in Wien im Finanzkalender.

Anleger dürften diese Termine vor allem daraufhin abklopfen, ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen ausreichen, um die anhaltende Schwäche auf den europäischen und nordamerikanischen Baustellen abzufedern.

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