Western Mining Aktie: Tewenchahan-Mine erhält Abbaulizenz
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 05:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Western Mining gerät zu Wochenbeginn im Sog nachgebender Rohstoffnotierungen unter Druck. Am heutigen Montag verliert das Papier 2,3 Prozent auf 34,39 CNY. Marktbeobachter verweisen auf ein eingetrübtes Umfeld an den chinesischen Metallmärkten, wo die Kassapreise für elektrolytisches Kupfer spürbar nachgaben.
Medienberichten zufolge fiel der Durchschnittspreis für Yangtze-Spotkupfer der Sorte 1# um 760 RMB je Tonne gegenüber der vorangegangenen Erfassung. Bereits am Donnerstag hatten Abgaben im gesamten chinesischen Sektor für Nichteisenmetalle die Notierungen belastet. Marktbeobachter nannten damals Gewinnmitnahmen sowie einen erstarkenden US-Dollar als Bremsfaktoren für die Minenwerte.
Das Marktumfeld bleibt damit von spürbarer Zurückhaltung geprägt. Vor anstehenden Feiertagen agieren die Marktteilnehmer vorsichtig, was die Nachfrage an den Rohstoffmärkten dämpft. Für Produzenten wie Western Mining schlägt sich diese Zurückhaltung unmittelbar in der Kursentwicklung an den Handelsplätzen nieder.
Fortschritte beim Tewenchahan-Projekt
Abseits der täglichen Rohstoffpreisschwankungen meldete das Unternehmen kürzlich operative Fortschritte bei seinen Ausbauplänen. Wie Western Mining am 22. September mitteilte, hat die hundertprozentige Tochtergesellschaft Qinghai Ganxin Mining Development eine Abbaulizenz für die Mine Tewenchahan in Golmud erhalten. Die behördliche Genehmigung markiert den formellen Übergang von der Explorationsphase zur Vorbereitung des eigentlichen Abbaus.
Die erteilte Lizenz für das polymetallische Eisenvorkommen besitzt eine Gültigkeit bis zum 30. August 2043. Die Genehmigung deckt den Untertagebau für ein breites Spektrum an Rohstoffen ab, darunter Kupfer, Eisen, Gold, Molybdän, Zink, Blei und Silber. Nach Angaben des Unternehmens belaufen sich die ausgewiesenen Ressourcen am Standort auf 36,9545 Millionen Tonnen industrielles Eisenerz.
Unwägbarkeiten vor dem Produktionsstart
Trotz des behördlichen Meilensteins mahnt das Unternehmen bei den Erwartungen zur Vorsicht. Vor einer tatsächlichen Aufnahme der Förderung sind weitere behördliche Genehmigungsschritte erforderlich. Zudem wies das Management darauf hin, dass die künftigen Förderergebnisse und wirtschaftlichen Erträge mit Unsicherheiten behaftet bleiben.
An den Märkten überwiegt kurzfristig die Skepsis der Investoren gegenüber dem gesamten Rohstoffsektor. Mit den jüngsten Kursverlusten notiert die Aktie nun 1,1 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die langfristigen Projektfortschritte ausreichen, um den aktuellen Gegenwind an den Rohstoffmärkten aufzufangen.
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