Werewolf, Therapeutics

Werewolf Therapeutics Aktie: Fusion mit Ambros für 500 Millionen

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 16:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Werewolf Therapeutics und Ambros schließen sich zusammen. Das neue Unternehmen fokussiert sich auf das Schmerzmittel Neridronat und plant den Nasdaq-Start 2027.

Werewolf Therapeutics fusioniert mit Ambros: Fokus auf Neridronat
Moderne Laboreinrichtung in einer biotechnologischen Forschungseinrichtung mit steriler Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Biotechnologie-Unternehmen Werewolf Therapeutics schlägt einen neuen Kurs ein. Wie das Unternehmen am heutigen Freitag bekannt gab, wurde eine endgültige Fusionsvereinbarung mit Ambros Therapeutics unterzeichnet.

Im Rahmen dieser Aktientransaktion werden die beiden Unternehmen fusionieren, wobei der Schwerpunkt künftig auf der Entwicklung von Neridronat zur Behandlung des komplexen regionalen Schmerzsyndroms Typ 1 (CRPS-1) liegen wird. Das neue Unternehmen wird unter dem Namen Ambros Therapeutics firmieren und voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2027 unter dem Börsenkürzel AMBX an der Nasdaq gehandelt.

Neuausrichtung und neue Eigentümerstruktur

Die Transaktion bewertet Ambros Therapeutics mit 500 Millionen US-Dollar und Werewolf Therapeutics mit 47,5 Millionen US-Dollar vor Berücksichtigung einer begleitenden Finanzierungsrunde. Nach Abschluss der Fusion werden die bisherigen Aktionäre von Werewolf etwa 6,8 Prozent am kombinierten Unternehmen halten. Die Altaktionäre von Ambros kommen auf einen Anteil von rund 71,7 Prozent.

Begleitet wird der Zusammenschluss von einer überzeichneten Privatplatzierung in Höhe von 150 Millionen US-Dollar durch spezialisierte Gesundheitsinvestoren. Diese Kapitalmaßnahme soll den Betrieb des neuen Unternehmens, das seinen Hauptsitz in San Diego haben wird, bis in das erste Halbjahr 2029 absichern. Die neuen Investoren aus der Privatplatzierung werden nach Abschluss etwa 21,5 Prozent der Anteile halten.

Fokus auf klinische Spätphase und Phase-3-Studie

Durch den Zusammenschluss rückt das klinische Programm Neridronat in den Mittelpunkt. Laut Angaben von Ambros Therapeutics wurde der Wirkstoff in Italien bereits bei rund 600.000 Patienten in verschiedenen zugelassenen Indikationen eingesetzt.

Aktuell läuft die entscheidende Phase-3-Studie CRPS-RISE. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat für Neridronat bereits den Status als Therapiedurchbruch (Breakthrough Therapy) sowie den Fast-Track- und Orphan-Drug-Status erteilt.

Das Unternehmen steht in engem Austausch mit der FDA, wobei eine einzige erfolgreiche Zulassungsstudie für die Genehmigung des Medikaments ausreichen könnte. Ambros geht davon aus, im Jahr 2028 erste aussagekräftige Daten (Topline-Ergebnisse) aus der CRPS-RISE-Studie vorlegen zu können. Ein entsprechender Zulassungsantrag (NDA) ist im Anschluss an diese Ergebnisse geplant.

Verkauf von Technologieplattformen an Merck-Tochter

Parallel zur Fusionsankündigung gab Werewolf heute den Abschluss des Verkaufs seiner präklinischen Technologieplattformen INDUCER und INDUKINE bekannt. Käufer ist das EMD Serono Research & Development Institute, eine Tochtergesellschaft der Merck KGaA.

Für den Verkauf erhält Werewolf eine Sofortzahlung in Höhe von 28 Millionen US-Dollar sowie weitere 5 Millionen US-Dollar nach vollständigem Abschluss des Asset-Transfers. Werewolf behält jedoch die vollen Rechte an seinen klinischen Programmen WTX-124 und WTX-330.

Die finanzielle Situation von Werewolf hatte sich bereits im Vorfeld der Fusion verbessert. Medienberichten zufolge wies das Unternehmen für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von 3,7 Millionen US-Dollar aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Nettoverlust von 18,0 Millionen US-Dollar angefallen war.

Maßgeblich hierfür war eine Kooperationszahlung von Jazz Pharmaceuticals in Höhe von 21,0 Millionen US-Dollar. Zum 30. Juni 2026 verfügte Werewolf über liquide Mittel von 22,0 Millionen US-Dollar, was die Basis für den nun eingeleiteten Übergang bildet.

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