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Waste Management Aktie: Morgan Stanley senkt Kursziel

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Beide Banken reduzieren ihre Kursziele; Waste Management will die Zahlen zum dritten Quartal am 27. Oktober veröffentlichen.

Makroaufnahme von zerkleinertem Papier und zerdrückten Aluminiumdosen in Nahaufnahme
Die Makroaufnahme von Recyclingmaterial verdeutlicht das Kerngeschäft von Waste Management, ISIN US94106L1098, im Wertstoffkreislauf Illustration mit AI erstellt.

Zwei große US-Banken haben ihre Erwartungen an den Entsorgungskonzern Waste Management kurz vor der nächsten Zwischenbilanz nach unten korrigiert. Gestern senkte Morgan Stanley das Kursziel für die Aktie von 230 auf 220 US-Dollar und bestätigte die Einstufung auf „Equal-Weight“. Am selben Tag reduzierte auch JPMorgan das Kursziel für den US-Konzern auf 235 US-Dollar.

An der Börse notiert die Aktie heute bei 191,45 Euro, was einem Tagesplus von 1,2 Prozent entspricht. Vom 52-Wochen-Hoch bei 215,90 Euro liegt das Papier damit rund elf Prozent entfernt.

Zurückhaltende Einstufungen vor dem 27. Oktober

Die Anpassungen der Analysten fallen in eine Phase des Wartens. Waste Management hat angekündigt, die Bilanz für das dritte Quartal 2026 am 27. Oktober vorzulegen. Für Anleger stehen dabei vor allem die Preisentwicklung und die Entwicklung der Abfallmengen im Mittelpunkt.

Bereits im Vorquartal zeigte sich eine verhaltene Mengendynamik. Zwar übertraf der Gewinn je Aktie im zweiten Quartal mit 2,02 US-Dollar die Markterwartung von 1,98 US-Dollar, und der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 6,68 Milliarden US-Dollar.

Zugleich dämpfte das Unternehmen jedoch seine Prognose für das Gesamtjahresvolumen auf ein Minus von rund 0,8 Prozent. Während die Kernpreise um 5,7 Prozent zulegten, schrumpften Teile des gewerblichen und privaten Sammelvolumens.

Recycling und Energieerlöse im Blickfeld

Neben dem klassischen Sammel- und Deponiegeschäft richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf die Margen im Recycling und die Energieerlöse. Im vorangegangenen Quartal stieg das operative Recycling-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 31 Prozent, während die erzielten Durchschnittspreise im Recyclingbereich unter dem Vorjahresniveau lagen. Die Erlöse im Energiesegment verbesserten sich zeitgleich um 36,5 Prozent.

Die Vorlage der Drittquartalszahlen am 27. Oktober wird nun Aufschluss darüber geben, ob Waste Management die rückläufigen Entsorgungsvolumina weiterhin über Preiserhöhungen ausgleichen kann. Zudem erwarten Marktbeobachter Hinweise darauf, wie sich die Rohstoffnotierungen für Sekundärrohstoffe und Biogas-Zertifikate auf die Margenentwicklung im Schlussquartal auswirken.

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