Warehouses, Pauw

Warehouses de Pauw: 400-Millionen-Kapitalerhöhung platziert

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 13:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Kapitalaufnahme soll Investitionen und Grundstückskäufe finanzieren; nach der Platzierung sank die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief.

Warehouses de Pauw platziert Aktien für 400 Millionen Euro
Moderne, weitläufige Lagerhalle in einer professionellen Industrieumgebung bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt.

Der belgische Logistikimmobilienspezialist Warehouses de Pauw hat sich frisches Eigenkapital am Markt besorgt. Das Unternehmen platzierte neue Papiere im Volumen von 400 Millionen Euro bei Investoren. Am Markt sorgte der Schritt zur Wochenmitte für spürbaren Verkaufsdruck: Die Aktie fiel heute um 3,4 Prozent auf 19,62 Euro und markierte damit zeitgleich ein neues 52-Wochen-Tief.

400 Millionen Euro für die Pipeline

Vorausgegangen war eine Handelsaussetzung an der Euronext Brussels. Die belgische Finanzaufsicht FSMA hatte den Handel mit den Instrumenten des Konzerns gestern ab 16:30 Uhr auf Antrag des Unternehmens gestoppt. Nach Vorlage der Details zur Transaktion wurde der Handel zum heutigen Mittwoch wieder aufgenommen.

Die Kapitalmaßnahme erfolgte im Rahmen einer Privatplatzierung. Warehouses de Pauw gab mehr als 20,6 Millionen neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 19,40 Euro je Anteilsschein aus. Dieser Preis entsprach einem Abschlag von 4,7 Prozent gegenüber dem letzten vor der Ankündigung verzeichneten Börsenkurs. Die Zulassung der neuen Anteilsscheine zum Handel wird für den 2. Oktober 2026 erwartet.

Den Mittelzufluss will das Management gezielt für das weitere Wachstum nutzen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die Einnahmen künftige Investitionen sowie den Ausbau von Grundstückspositionen finanzieren. Konkret vorgesehen ist unter anderem die Umsetzung eines geplanten Investitionspakets im Umfang von rund 265 Millionen Euro.

Zukauf in Deutschland stützt Expansionskurs

Der hohe Kapitalbedarf folgt auf die jüngsten Zukäufe des Immobilienkonzerns. Erst am 24. September hatte Warehouses de Pauw den Erwerb einer Logistikimmobilie im deutschen Krefeld gemeldet. Das Transaktionsvolumen für das Areal in der Region Rhein-Ruhr belief sich auf rund 19 Millionen Euro.

Die Krefelder Liegenschaft umfasst eine Fläche von etwa 28.000 Quadratmetern und ist vollständig an ein internationales Automobilunternehmen vermietet. Nach Unternehmensangaben erwirtschaftet das Objekt eine Nettobetriebsergebniserzielung (NOI-Rendite) von ungefähr 8,5 Prozent.

Die Transaktion verdeutlichte bereits die strategische Ausrichtung, das Portfolio in Kernmärkten durch renditestarke Objekte auszubauen. Mit dem nun eingeworbenen Eigenkapital verschafft sich das Unternehmen zwar den bilanziellen Spielraum für derartige Vorhaben, kurzfristig überwiegt am Aktienmarkt jedoch der Verwässerungseffekt der umfangreichen Platzierung.

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