Vonovia Aktie: Jefferies hält an Kaufempfehlung fest
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 17:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Trotz eines Aktienkurses nahe dem Jahrestief hält Jefferies an seiner positiven Einschätzung zu Vonovia fest. Die Analysten bestätigten am 21. August ihre Kaufempfehlung für den Immobilienkonzern und nannten ein Kursziel von 28,50 Euro. Das liegt deutlich über dem aktuellen Kursniveau von 19,84 Euro, zu dem die Aktie am Freitag aus dem Handel ging.
Die Einschätzung von Jefferies steht damit in einem auffälligen Kontrast zur Marktentwicklung der vergangenen Wochen. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 19 Prozent verloren, binnen zwölf Monaten summiert sich das Minus auf 29 Prozent. Der Kurs bewegt sich derzeit nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 19,53 Euro und damit weit unterhalb des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts von 23,10 Euro.
Geteiltes Analystenbild
Die Bewertungen der großen Häuser klaffen derzeit ungewöhnlich weit auseinander. Während Jefferies auf ein Kursziel von 28,50 Euro setzt, hatte Barclays kürzlich sein Ziel auf 20,00 Euro gekappt und die Einstufung „Underweight“ bestätigt.
Goldman Sachs reduzierte sein Kursziel ebenfalls, blieb mit „Buy“ und einer Zielmarke von 29,50 Euro aber im optimistischen Lager. Diese Spannbreite zeigt, wie unterschiedlich die Häuser die Aussichten des Bochumer Wohnungskonzerns derzeit bewerten – von deutlich unterbewertet bis überteuert reicht das Spektrum je nach Bewertungsmethode.
Fundamental hatte Vonovia zuletzt keine Enttäuschung geliefert. Vor gut drei Wochen bestätigte der Konzern seine Jahresziele für 2026, seither hat die Aktie um 6,2 Prozent nachgegeben. Das operative Ergebnis auf EBITDA-Basis legte im ersten Halbjahr leicht zu und übertraf die Markterwartungen.
Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Periodenergebnis von 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro an. Das organische Mietwachstum wurde allerdings leicht nach unten korrigiert, vor allem wegen des Berliner Mietspiegels.
Neue Führung, alte Kursschwäche
Personell hat Vonovia in diesem Jahr einen deutlichen Umbau vollzogen. Seit Januar führt Luka Mucic, zuvor Finanzchef bei Vodafone und SAP, als Vorstandsvorsitzender den Konzern und folgte damit auf Rolf Buch, der das Unternehmen seit 2013 geleitet hatte.
Im Juni übernahm zudem Katja Wünschel den neu geschaffenen Posten der Chief Development Officer und löste Daniel Riedl ab. Der Aufsichtsrat verlängerte parallel den Vertrag von Finanzvorstand Arnd Fittkau vorzeitig um drei Jahre bis Mai 2030 – ein Signal für Kontinuität im operativen Geschäft.
Die technischen Indikatoren spiegeln die anhaltende Schwäche wider: Mit einem RSI von 37 nähert sich die Aktie der überverkauften Zone, ohne sie bereits erreicht zu haben. Für Anleger bleibt die Ausgangslage damit zweigeteilt. Wer den optimistischeren Stimmen von Jefferies und Goldman Sachs folgt, sieht in den aktuellen Kursen deutliches Aufwärtspotenzial.
Wer der skeptischeren Linie von Barclays vertraut, dürfte die jüngste Schwäche eher als Fortsetzung eines strukturellen Abwärtstrends lesen. Die kommenden Quartalsberichte dürften zeigen, welche der beiden Lesarten näher an der Realität liegt.
Vonovia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vonovia-Analyse vom 29. August liefert die Antwort:
Die neusten Vonovia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vonovia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vonovia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
