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Volatus Aerospace Aktie: Fertigungswerk Mirabel eröffnet

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 00:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue Anlage fertigt bereits Dockingstationen; zugleich wartet Volatus Aerospace auf eine US-Ausnahmegenehmigung für den FB3-Betrieb.

Volatus Aerospace eröffnet Fertigungswerk für Drohnen in Mirabel
Moderne Fertigungshalle für Luft- und Raumfahrttechnik mit Technikern bei der Arbeit an Drohnenkomponenten. Illustration mit AI erstellt.

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Fertigungsstandorts treibt Volatus Aerospace den Wandel vom Entwickler autonomer Flugsysteme zum industriellen Serienhersteller voran. Am Dienstag eröffnete das Unternehmen offiziell eine 53.000 Quadratfuß große Anlage für Fertigung und Systemintegration im kanadischen Mirabel. Am Markt notiert das Papier heute bei 0,3490 Euro, was einem Zuwachs von 2,2 Prozent entspricht.

Serienfertigung und Plattformintegration in Mirabel

Der neue Standort in Mirabel dient vorrangig der Skalierung laufender und künftiger Fertigungsprogramme. Vor Ort hat Volatus Aerospace die Produktion von Drohnen-Dockingstationen bereits aufgenommen. Zudem ist das Werk dafür ausgelegt, Fluggeräte der hauseigenen V-Serie sowie weitere autonome Systeme zu montieren und die dazugehörigen Teilsysteme zu integrieren.

Durch die Bündelung von Montage und Systemintegration will das Unternehmen die Voraussetzungen schaffen, größere Auftragsvolumina industriell abzuwickeln. Damit reagiert das Management auf den wachsenden Bedarf an voll integrierten Drohnenlösungen, bei denen Hardware und automatisierte Bodenstationen als geschlossene Infrastruktur ausgeliefert werden.

Technologische Basis und behördliche Schritte

Die industrielle Erweiterung baut auf Fortschritten in der unternehmenseigenen Technologie auf. Vor gut einer Woche schloss Volatus Aerospace erste Flugtests mit dem Autonomiesystem V-Cortex ab. Der KI-basierte Flugcontroller wies dabei die Fähigkeit nach, unbemannte Fluggeräte auch bei unterbrochenem GPS-Signal und ohne externe Sensorik ausschließlich über bordinterne Messsysteme zuverlässig zu steuern und zu navigieren.

Gleichzeitig arbeitet der Konzern an der Erweiterung seiner operativen Einsatzmöglichkeiten im nordamerikanischen Markt. Über die Tochtergesellschaft Volatus Aerospace US Corp liegt den US-Luftfahrtbehörden ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung vor.

Ziel ist der kommerzielle Betrieb des unbemannten Fluggeräts FB3 des Herstellers FlyingBasket SRL für Außenlasten, Frachttransporte und Einsätze an Telekommunikationsinfrastrukturen. Im Rahmen des behördlichen Konsultationsverfahrens können Stellungnahmen dazu bis zum 6. Oktober 2026 eingereicht werden.

Analystenlob und Kursperspektive

Die Kombination aus technologischen Meilensteinen und industrieller Skalierung stieß zuletzt auch auf Interesse im Analysebereich. Medienberichten zufolge nahm Desjardins Securities am 23. September die Beobachtung von Volatus Aerospace mit einer Kaufempfehlung auf und setzte das Kursziel bei 0,90 kanadischen Dollar an.

Aus technischer Sicht konnte sich das Papier nach einer schwächeren Phase wieder etwas stabilisieren: Mit dem aktuellen Niveau liegt die Aktie 5,0 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,3323 Euro. Für das Unternehmen kommt es in den kommenden Monaten darauf an, die Kapazitäten in Mirabel planmäßig hochzufahren und die laufenden behördlichen Anträge zügig zum Abschluss zu bringen.

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