Visa Aktie: Stablecoin-Volumen verfünfzehnfacht sich
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Visa bindet seine Abrechnungsinfrastruktur tiefer an digitale Vermögenswerte an. Das Unternehmen verknüpft Abrechnungsdaten aus dem Kernnetzwerk VisaNet mit einer Blockchain-basierten Kreditinfrastruktur. Über 160 Kartenprogramme auf Basis von Stablecoins erhalten dadurch Zugang zu Betriebsmitteln, deren Risikoprüfung automatisiert über Smart Contracts erfolgt.
Starkes Volumenwachstum bei Digitalwährungen
Das über Stablecoins abgewickelte Zahlungsvolumen verzeichnete zuletzt einen deutlichen Zuwachs. Auf annualisierter Basis übertraf das Abrechnungsvolumen die Marke von 20 Milliarden US-Dollar, was einer Verfünfzehnfachung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Parallel dazu kletterte das Zahlungsvolumen über die angebundenen Kartenprogramme um fast 200 Prozent im Jahresvergleich.
Durch die automatisierte Auswertung verifizierter Netzwerkdaten will das Unternehmen die Liquiditätsversorgung für Programmbetreiber vereinfachen. Anstelle traditioneller, manueller Kreditprüfungen ermöglicht die Schnittstelle eine unmittelbare Bereitstellung von Betriebskapital, basierend auf den tatsächlich im Zahlungsnetzwerk generierten Transaktionsströmen.
Im Rahmen eines Pilotmodells namens Credit Coop wurden seit 2023 insgesamt über 2,5 Milliarden US-Dollar an finanziertem Abrechnungsvolumen verarbeitet. Nach Unternehmensangaben kam es in den teilnehmenden Kreditfazilitäten zu keinem einzigen Zahlungsausfall. Über die Blockchain wurden dabei mehr als 3.000 Ausleihungen sowie über 9.000 Rückzahlungsschritte vollzogen.
Übernahme und solide Geschäftszahlen
Die technologische Ausweitung folgt auf weitere strategische Weichenstellungen des Zahlungsdienstleisters. Am 3. August vereinbarte Visa den Kauf des Betrugserkennungs-Spezialisten BioCatch für 2,4 Milliarden US-Dollar in bar. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen bis zum Ende des zweiten Geschäftsquartals 2027 angestrebt.
Rückendeckung liefert das operative Kerngeschäft. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte der Konzern die Nettoeinnahmen um 14 Prozent auf 11,6 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um 11 Prozent zu, woraufhin die Geschäftsführung den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr anhob.
Kursniveau und Transaktionen der Führungsebene
Am Aktienmarkt zeigt sich das Wertpapier weitgehend stabil. Aktuell notiert die Aktie bei 320,70 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 331,05 Euro trennt die Notierung ein Abstand von 3,1 Prozent. Seit dem Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 6,6 Prozent.
Begleitend zur geschäftlichen Entwicklung gab es Verkäufe aus dem Führungskreis. Zudem trennte sich General Counsel Julie B. Rottenberg am 9. September von 1.867 Anteilsscheinen im Gegenwert von rund 688.000 US-Dollar.
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