Vestas Aktie: SR Energy bestellt neue V182-Turbinen
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 06:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nur einen Tag nach der offiziellen Markteinführung hat Vestas Wind Systems den ersten kommerziellen Auftrag für eine neue Turbinengeneration gemeldet. Der schwedische Energieversorger SR Energy orderte vier Einheiten des neu vorgestellten Modells V182-7.2 MW für das Windprojekt Staverhult, das auf eine Gesamtkapazität von 29 Megawatt ausgelegt ist.
Markteintritt mit 35 Jahren Service
Die Vereinbarung für das Vorhaben in Schweden umfasst neben der reinen Lieferung und Inbetriebnahme auch einen langfristigen AOM-5000-Servicevertrag über eine Laufzeit von 35 Jahren. Die Auslieferung der Komponenten soll im zweiten Quartal 2028 beginnen, während die Inbetriebnahme für das darauffolgende Quartal vorgesehen ist. Nach Unternehmensangaben kann die Serienproduktion der neuen Anlagenplattform ab Ende 2027 anlaufen.
Für den dänischen Windkraftanlagenbauer stellt der unmittelbare Verkaufserfolg ein wichtiges Signal dar. Bei neu eingeführten Produktplattformen sind frühe Referenzprojekte entscheidend, um Vertrauen bei Projektentwicklern und Banken aufzubauen. Durch die jahrzehntelange Wartungsverpflichtung bindet das Unternehmen den Kunden eng an sich und sichert sich wiederkehrende Erträge im margenstarken Servicegeschäft.
Offshore-Meilenstein und weltweite Inbetriebnahmen
Parallel zum Debüt an Land vermeldete Vestas Fortschritte auf See: Gestern wurde im niederländischen Offshore-Projekt Hollandse Kust West VI die 200. Turbine des Typs V236-15.0 MW installiert. Mit diesem Meilenstein erreicht die Baureihe für Hochseeanlagen eine weltweite Gesamtleistung von drei Gigawatt. Der betreffende Meereswindpark umfasst insgesamt 52 Turbinen und soll Ende des laufenden Jahres den regulären Betrieb aufnehmen.
Gleichzeitig speisen weltweit weitere Großanlagen mit Technik des Konzerns erstmals Strom ein. In Portugal wurde der Windpark Tâmega Norte mit 27 Windturbinen an das Netz angeschlossen. In Rumänien nahm unterdessen der Windpark Green Breeze den kommerziellen Betrieb auf, für den 16 Einheiten errichtet wurden.
Fortgesetzter Aktienrückkauf stützt das Papier
Neben dem operativen Projektgeschäft setzt das Management auf Kapitalrückführungen. In der Handelswoche vom 17. bis zum 23. September erwarb der Konzern 910.000 eigene Anteilsscheine im Rahmen seines laufenden Rückkaufprogramms. Dieses Programm verfügt über ein Gesamtvolumen von bis zu drei Milliarden dänischen Kronen und soll spätestens Mitte Dezember abgeschlossen sein.
An den Finanzmärkten konsolidierte der Titel zuletzt. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 26,68 Euro, was einem Tagesverlust von 1,1 Prozent entspricht. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier dennoch einen Zuwachs von 15 Prozent.
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