Vertiv Aktie: Prognose 2026 auf 13,8–14,2 Milliarden angehoben
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vertiv-Chef Giordano Albertazzi geht in die Offensive. Nach einem deutlichen Kursrutsch infolge der jüngsten Quartalszahlen nutzte er einen TV-Auftritt, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Die Strategie ging auf: Das Marktvertrauen scheint zurückzukehren.
Rücksetzer als vorübergehende Belastung
Albertazzi bezeichnete die jüngste Umsatzschwäche bei CNBC als vorübergehendes Problem. Das Fundament für die Kühl- und Stromlösungen des Unternehmens sei weiterhin felsenfest. Er betonte, dass lediglich Verschiebungen bei großen Projekten das Ergebnis belastet hätten.
Die langfristige Wachstumsstory im Bereich der KI-Infrastruktur bleibe von diesen zeitlichen Faktoren unberührt. Diese Aussagen beruhigten den Markt, der zuvor empfindlich auf die Zahlen reagiert hatte.
Starke Margen trotz Umsatzdelle
Die Bilanz des zweiten Quartals lieferte ein gemischtes Bild. Während der bereinigte Gewinn je Aktie mit 1,52 US-Dollar die Erwartungen übertraf, blieb der Umsatz hinter den Zielen zurück. Er landete bei 3,27 Milliarden US-Dollar. Experten hatten im Vorfeld mit rund 3,38 Milliarden US-Dollar gerechnet.
An der operativen Stärke ändert das wenig. Die bereinigte Marge kletterte deutlich auf 22,6 Prozent. Ein massiver Auftragsbestand von rund 15 Milliarden US-Dollar stützt die Zuversicht. Vor allem der Bau riesiger KI-Rechenzentren treibt das Geschäft weiter an.
Prognose für 2026 steigt
Das Management blickt optimistisch auf die kommenden Monate und hob die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Vertiv rechnet nun mit einem Jahresumsatz zwischen 13,8 und 14,2 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu investiert der Konzern massiv in Italien, um die Produktion für moderne Flüssigkühlungen zu verdoppeln.
Die Aktie notiert aktuell bei 224,90 Euro und stabilisiert sich damit oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Nach dem deutlichen Rücksetzer vom Mai-Hoch scheint die Bewertung für Investoren wieder attraktiver zu werden. Das Unternehmen profitiert weiterhin unmittelbar vom enormen Hardware-Hunger der großen Tech-Konzerne.
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