Verizon, Aktie

Verizon Aktie: 70 Millionen für KI-Kompetenz

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 20:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Verizon bündelt 70 Millionen Dollar für kostenlose KI-Kurse und regionale Unterstützung. Analysten bewerten die Aktie unterschiedlich; SpaceX gilt als mögliches Wettbewerbsrisiko.

Schwarzweißes Reportagefoto eines Telekommunikationstechnikers mit Schutzhelm beim Klettern an einem Antennenturm vor dramatischem Wolkenhimmel
Verizon US92343V1044 – Schwarzweiß-Reportage eines Technikers beim sicheren Klettern an einem hohen Mobilfunkturm Illustration mit AI erstellt.

Während Investoren gebannt auf Preiskämpfe und Netzausbau schauen, setzt Verizon an anderer Stelle an: bei den Menschen, die morgen mit künstlicher Intelligenz arbeiten sollen. Der Telekomkonzern hat ein 70-Millionen-Dollar-Investment für eine landesweite KI-Weiterbildungsinitiative angekündigt.

Kostenlose KI-Kurse für Arbeitssuchende

Das Programm namens "Verizon AI Skills for America" richtet sich an Jobsuchende, Berufseinsteiger, entlassene Arbeitnehmer, Lehrkräfte und kleine Unternehmen.

Verizon kombiniert dafür 50 Millionen Dollar an frischem Geld mit 20 Millionen Dollar aus einem bereits bestehenden Umschulungsfonds für ausscheidende Mitarbeiter. Über ein zentrales Portal sollen Schulungsinhalte von IBM, Google, Microsoft, Anthropic, Coursera und OpenAI kostenlos zugänglich gemacht werden.

Vor Ort übernehmen Partner wie Goodwill Industries und die Local Initiatives Support Corporation die praktische Begleitung. Verizon-Chef Dan Schulman begründete den Schritt damit, dass Unternehmen Verantwortung tragen, genauso in Menschen zu investieren wie in Technologie. Der Start erfolgt nationweit, mit zusätzlichen Community-Angeboten in ausgewählten Regionen.

Analystenlager bleibt uneinheitlich

Auf der Bewertungsseite zeigt sich derweil ein gemischtes Bild. Raymond James bestätigte seine Einstufung "Outperform" mit einem Kursziel von 56 Dollar und passte sein Modell an, um die Verschiebung von EBITDA zwischen drittem und viertem Quartal abzubilden — bedingt durch Ereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft und höhere Marketingausgaben. KeyBanc hält dagegen an einer neutralen Einstufung fest, während der Wettbewerb AT&T und T-Mobile zuletzt hochgestuft wurden.

Ein weiteres Risiko kommt aus unerwarteter Richtung: Citi verwies auf mögliche Gefahren durch SpaceX, das eigene Pläne für ein mobiles Netzwerk verfolgt und damit die Wettbewerbslandschaft der Branche verändern könnte. Parallel dazu meldete Verizon eine Einigung mit T-Mobile in einem Rechtsstreit um Werbeaussagen zu vermeintlichen Ersparnissen beim Anbieterwechsel.

Innerhalb des Unternehmens gab es zudem eine Insidertransaktion: Executive Vice President Kyle Malady verkaufte 1.100 Aktien zum Kurs von 47,65 Dollar, im Rahmen eines bereits im Mai eingerichteten automatisierten Handelsplans. Nach dem Verkauf hält er weiterhin gut 104.000 Aktien direkt sowie gut 20.000 über seine betriebliche Altersvorsorge.

Für die Aktie dürfte am Ende weniger die Weiterbildungsinitiative den Ausschlag geben als die Frage, wie Verizon auf den möglichen Netzwerk-Vorstoß von SpaceX reagiert. Die kommenden Wochen könnten zeigen, ob sich daraus ein neues Wettbewerbsthema für die gesamte Branche entwickelt.

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