Verisk Analytics Aktie: Gewinn-Mix im Quartal
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deVerisk Analytics hat im dritten Quartal ein gemischtes Bild geliefert: Der Umsatz wächst, der Nettogewinn sinkt, der bereinigte Gewinn je Aktie springt dennoch kräftig. Der Datenanbieter für die Versicherungsbranche bestätigt zudem seine Jahresziele für 2026.
Wachstum treibt, Zinsen und Beteiligungen bremsen
Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf 809 Millionen Dollar. Währungsbereinigt und organisch lag das Plus bei 7,4 Prozent. Das Abonnementgeschäft wuchs mit 8,2 Prozent deutlich schneller als das transaktionsbasierte Geschäft mit 3,2 Prozent.
Im Segment Underwriting trugen vor allem jährliche Preisanhebungen und der Verkauf erweiterter Lösungen im Katastrophen- und Risikogeschäft. Das Claims-Geschäft profitierte von Preisdurchsetzung und neuen Anti-Betrugs-Analysen.
Der bereinigte EBITDA legte um 7 Prozent auf 459 Millionen Dollar zu. Der Nettogewinn sank dagegen um 2,8 Prozent auf 219,2 Millionen Dollar. Verluste aus kostenbasierten Beteiligungen und höhere Nettozinsaufwendungen drückten das Ergebnis.
Beim Gewinn je Aktie sieht es anders aus. Der GAAP-Wert stieg auf 1,70 Dollar, der bereinigte Wert um 14 Prozent auf 1,96 Dollar. Ein Grund ist die sinkende Aktienzahl durch Rückkäufe.
Schwacher Cashflow, hohe Rückkäufe
Auffällig ist der Cashflow. Der operative Mittelzufluss fiel um 33,8 Prozent auf 267 Millionen Dollar, der freie Cashflow um 40,5 Prozent auf 200 Millionen Dollar. Das Unternehmen nennt den Zeitpunkt von Zahlungseingängen, höhere Zinszahlungen und eine im Vorjahr einmalige Steuererstattung als Ursachen.
Aktionäre bekommen weiterhin Kapital zurück. In den ersten neun Monaten flossen 1,9 Milliarden Dollar in Aktienrückkäufe, im dritten Quartal kam ein neues beschleunigtes Programm über 100 Millionen Dollar hinzu. Die Autorisierung hat noch 700 Millionen Dollar Spielraum. Der Verwaltungsrat beschloss am 2. November zudem eine Dividende von 50 Cent je Aktie, zahlbar am 31. Dezember an Aktionäre mit Stichtag 15. Dezember.
Prognose bleibt, Cargo-Daten liefern Nebenschauplatz
Für 2026 hält Verisk an der Prognose fest: bereinigter Gewinn je Aktie von 7,45 bis 7,75 Dollar bei einem Umsatz zwischen 3,19 und 3,24 Milliarden Dollar.
Der bereinigte EBITDA soll 1,79 bis 1,83 Milliarden Dollar erreichen, die Marge zwischen 56,0 und 56,5 Prozent liegen. Finanzchefin Elizabeth Mann sieht das Wachstum wieder auf Niveau der Ziele aus dem Investor Day.
Einen Tag zuvor veröffentlichte die Tochter CargoNet ihre Auswertung zu Frachtdiebstählen. Die Zahl der Vorfälle in den USA und Kanada sank im Quartal um 33 Prozent auf 547. Die geschätzten Schäden stiegen dagegen um 12 Prozent auf 230,1 Millionen Dollar. Der Fall zeigt, wie die Datenprodukte des Konzerns auch jenseits klassischer Versicherungsmodelle Aufmerksamkeit erzeugen.
Konkrete Marke für die kommenden Wochen ist der 15. Dezember als Dividendenstichtag. Bis Jahresende wird sich zeigen, ob die bestätigte Prognose mit dem schwächeren Cashflow vereinbar bleibt.
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