Veolia, Aktie

Veolia Aktie: Auslandsgeschäft treibt Quartal

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 08:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neunmonatsumsatz und EBITDA legten zu, während Veolia die Prognose für 2026 beibehält und den Schuldenanstieg erläutert.
Veolia, Aktie, Auslandsgeschäft, Neunmonatsumsatz, EBITDA, Prognose, Schuldenanstieg Illustration mit AI erstellt.

Veolia beschleunigt im dritten Quartal und bestätigt die Jahresziele für 2026. Der Umsatz legte dort um 5,0 Prozent zu, getragen vom internationalen Geschäft und der Wassersparte. Die Marge verbessert sich weiter, während der Konzern sein Portfolio umbaut.

Wachstum im dritten Quartal

Über die ersten neun Monate stieg der Umsatz auf 33,3 Milliarden Euro, organisch bereinigt um 2,1 Prozent. Ohne Energiepreiseffekte waren es 2,6 Prozent. Der Schub kam im Sommer: Das internationale Geschäft wuchs im dritten Quartal um 6,0 Prozent, Hitzewellen trieben zudem den Wasserverbrauch.

Der operative Gewinn (EBITDA) erreichte 5,4 Milliarden Euro und wuchs organisch um 5,1 Prozent. Das liegt in der Zielspanne von 5 bis 6 Prozent. Die EBITDA-Marge stieg um 50 Basispunkte auf 16,2 Prozent. Das bereinigte EBIT legte um 6,7 Prozent auf knapp 2,95 Milliarden Euro zu.

Regional ragte Lateinamerika mit knapp 11 Prozent organischem Plus heraus. Schwächer lief die Sparte Water Technologies, deren Umsatz um 2,5 Prozent sank. Belastet wurde sie vor allem durch den Nahen Osten, im dritten Quartal zeigte sich aber eine Erholung. Frankreich und das europäische Geschäft mit Gefahrstoffabfällen blieben leicht im Minus.

Umbau und Schulden

Die Nettofinanzschulden stiegen auf 25,4 Milliarden Euro, nach 19,7 Milliarden Ende 2025. Haupttreiber ist die Übernahme von Clean Earth in den USA für rund 2,8 Milliarden Euro. Hinzu kamen Dividendenzahlung, Rückzahlung einer Hybridanleihe und längere Zahlungsfristen im Nahen Osten. Veolia rechnet zum Jahresende weiter mit einer Verschuldungsquote von gut 3.

Der Verkaufsplan über mehr als 2 Milliarden Euro läuft. Bereits unterzeichnet sind Verkäufe über 570 Millionen Euro, zum 10,4-Fachen des EBITDA. Der Konzern will das Programm bis Mitte 2028 abschließen. Clean Earth soll ab 2027 zum bereinigten Nettogewinn beitragen, Synergien sind ebenfalls ab dann geplant.

Neue Aufträge und Ziele

In den vergangenen Monaten gewann Veolia mehrere große Verträge. Dazu zählen die Trinkwasserkonzession für Barcelona über eine Milliarde Euro und 25 Jahre sowie britische Abfallaufträge über rund 0,7 Milliarden Pfund. In Kolumbien kommt ein Wasservertrag mit rund zwei Milliarden Euro Auftragsvolumen hinzu. Entsalzungsprojekte in Oman und den Emiraten bringen fast 200 Millionen Euro.

Die Ziele für 2026 bleiben bestehen: organisches EBITDA-Wachstum von 5 bis 6 Prozent und ein bereinigter Nettogewinn, der um mindestens 8 Prozent steigt. Die Dividende soll im Gleichschritt mit dem Gewinn je Aktie wachsen. Die nächsten Zahlen legt Veolia am 17. Februar 2027 vor, die Jahresergebnisse für 2026.

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