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VanEck Seltene Erden ETF: EU-China-Abkommen vorläufig vereinbart

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der VanEck Seltene Erden ETF legte am Freitag um 1,3 Prozent zu; Dysprosium und Terbium verteuerten sich außerhalb Chinas.

EU und China einigen sich vorläufig auf Abkommen zu Seltenen Erden
Nahaufnahme von seltenen Erden und Mineralproben auf einem Labortisch. Illustration mit AI erstellt.

Am gestrigen Freitag haben sich die Europäische Union und China vorläufig auf ein Handelsabkommen geeinigt, das unter anderem Maßnahmen zur Stabilisierung der Lieferketten für Seltene Erden umfasst.

Wie EU-Handelskommissar Maroš Šef?ovi? mitteilte, zielt die Vereinbarung darauf ab, die Versorgungssicherheit in diesem strategisch wichtigen Sektor zu erhöhen. Damit reagieren die Handelspartner auf die anhaltenden Spannungen und Unsicherheiten bei der Beschaffung kritischer Metalle, die für Schlüsseltechnologien unerlässlich sind.

Kursplus zum Wochenschluss nach politischen Signalen

Der VanEck Seltene Erden ETF reagierte am Freitag mit einem Kurszuwachs von 1,3 Prozent auf die Nachrichten aus Brüssel und schloss bei 10,77 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Erholung steht das Segment weiterhin vor Herausforderungen.

Das Papier notiert derzeit 43 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 11. Mai bei 18,76 Euro markiert worden war. Die Marktteilnehmer bewerten die politische Annäherung zwar als Signal für eine mögliche Entspannung, warten jedoch auf die konkreten Vertragsdetails, zu denen bisher keine genauen Termine vorliegen.

Preissteigerungen bei schweren Seltenen Erden

Abseits der politischen Verhandlungen zeigt sich am physischen Markt ein deutlicher Aufwärtstrend bei spezifischen Rohstoffen. Medienberichten zufolge stiegen die Preise für die schweren Seltenen Erden Dysprosium und Terbium außerhalb Chinas in der Woche bis zum 1. Oktober deutlich an. Als Haupttreiber gilt eine verstärkte Nachfrage aus den USA.

Hintergrund sind bevorstehende Beschränkungen im Verteidigungssektor für die Beschaffung aus nicht-westlichen Quellen, die im Januar 2027 wirksam werden sollen.

Der Wettbewerb um die begrenzten Kapazitäten außerhalb des chinesischen Marktes stützt das Preisgefüge der strategischen Metalle. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung einer diversifizierten Rohstoffversorgung, wie sie das neue Abkommen zwischen der EU und China anstrebt.

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