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VanEck Seltene Erden ETF: China Rare Earth erwartet bis zu 463 Millionen Renminbi Gewinn

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 23:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
China Rare Earth erwartet für neun Monate 2026 deutlich mehr Gewinn, während schwache Rohstoffpreise und ETF-Schwankungen anhalten.
Stapel von raffinierten Seltene-Erden-Metallbarren in einer modernen Industriehalle bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der VanEck Seltene Erden ETF (ISIN IE0002PG6CA6) legt am Dienstag um 2,5 Prozent zu und notiert bei 9,57 Euro. Die Erholung fällt in eine Phase, in der der Fonds erst am Vortag ein neues 52-Wochen-Tief von 9,30 Euro markiert hatte – der Kurs bewegt sich damit weiterhin nur knapp über seiner jüngsten Schwäche.

Im operativen Geschäft der Branche zeigt sich ein gespaltenes Bild. Nach Angaben von Branchendaten meldete der Rohstoffhändler SMM für den Handel mit Seltenen Erden zuletzt gegenläufige Preisbewegungen: Praseodym-Neodym-Oxid verbilligte sich um 2.000 Renminbi je Tonne, während Holmiumoxid um 2.500 Renminbi je Tonne zulegte.

SMM beschrieb die Praseodym-Neodym-Kette dabei ausdrücklich als schwach – ein Signal, dass der für Magnetwerkstoffe zentrale Rohstoffstrang unter Druck bleibt, selbst wenn andere Segmente des Marktes robuster erscheinen.

Gewinnsprung bei China Rare Earth

Einen deutlich positiveren Akzent setzt eine Gewinnprognose des Unternehmens China Rare Earth. Der Konzern stellte für die ersten neun Monate des Jahres 2026 einen Nettogewinn zwischen 363 und 463 Millionen Renminbi in Aussicht – ein Anstieg von 88,96 bis 140,99 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Als Gründe nannte das Unternehmen branchenpolitische Rahmenbedingungen, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage sowie gestiegene Preise. Eine solche Prognose bleibt zunächst eine unternehmenseigene Einschätzung und keine testierte Abschlusszahl, sie deutet aber auf eine spürbare Ergebnisverbesserung bei einem zentralen Branchenvertreter hin.

Für Anleger im ETF ist das insofern relevant, als die Fondskonstruktion die Entwicklung verschiedener Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette bündelt – von Förderung über Verarbeitung bis zu Magnetherstellern. Starke Einzelwerte wie China Rare Earth können damit kurzfristig Impulse liefern, auch wenn das Gesamtbild der Rohstoffpreise durchwachsen bleibt.

Volatiles Umfeld, aber strukturelle Fragen bleiben offen

Die Kursschwankungen des Fonds fallen derzeit kräftig aus: Nach einem Rückgang von 5,1 Prozent auf Wochensicht und von 21 Prozent auf Monatssicht wirkt der heutige Tagesgewinn wie eine technische Gegenbewegung aus überverkauftem Terrain. Der 14-Tage-RSI von 24,9 signalisiert eine stark überverkaufte Lage, was kurzfristige Erholungsbewegungen wie die heutige begünstigen kann, ohne dass damit eine Trendwende feststeht.

Strukturell bleibt die Gemengelage komplex. Auf der einen Seite stehen politische Signale aus Peking, die auf eine erleichterte Exportgenehmigungspraxis gegenüber der EU hindeuten. Auf der anderen Seite belastet die Schwäche im Praseodym-Neodym-Segment – jenem Rohstoffstrang, der für die Magnetproduktion besonders wichtig ist – die fundamentale Preisbasis vieler im Fonds vertretener Unternehmen.

Anleger, die den ETF halten, dürften die Gewinnmeldungen einzelner Portfoliobestandteile wie China Rare Earth daher als Lichtblick werten, ohne die anhaltende Volatilität der Branche aus den Augen zu verlieren.

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