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VanEck Seltene Erden ETF: China-Exporte September plus 6,7%

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 22:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
US-Kredite für Mineralienabnehmer sind angekündigt, doch der ETF bleibt nahe seinem Jahrestief und zeigt bislang keine Stabilisierung.
Nahaufnahme von glänzenden Seltenerdmineralien auf einer industriellen Werkbank. Illustration mit AI erstellt.

Während sich der VanEck Seltene Erden ETF (ISIN IE0002PG6CA6) in der Nähe seines Jahrestiefs bewegt, rückt eine neue Finanzierungsinitiative in den USA in den Blick der Branche.

Das Fachmedium The Northern Miner berichtete am Freitag, dass die US-Initiative Project Vault Kredite von bis zu einer Milliarde US-Dollar für Hersteller vorbereitet, die kritische Mineralien benötigen. Die Maßnahme zielt auf die Versorgungskette ab, nicht auf den Fonds selbst oder dessen Emittentin VanEck.

Gemischte Exportzahlen aus China als Hintergrund

Parallel dazu bleibt die Datenlage zu Chinas Exporten von Seltenen Erden ein wichtiger Referenzpunkt für den Sektor. Reuters meldete am 14. Oktober, dass China im September 4.269,8 Tonnen Seltene Erden ausführte – ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, aber ein Rückgang von 9,8 Prozent gegenüber August.

Für die ersten neun Monate des Jahres 2026 summierten sich die Ausfuhren auf 43.711 Tonnen, ein Minus von 9,6 Prozent im Jahresvergleich. Die Zahlen zeichnen kein eindeutiges Bild: Mehr Nachfrage aus dem Ausland im Jahresvergleich steht einer spürbaren Abschwächung gegenüber dem Vormonat gegenüber. Einen klaren, angebotsseitigen Impuls für den vom ETF abgebildeten Marktsegment liefert das nicht.

Ergänzend hatten China und die Europäische Union Anfang Oktober vereinbart, Exportlizenzen für Seltene Erden und Permanentmagnete zu erleichtern und Lieferketten zu stabilisieren – ein Thema, das bereits in der Vorwoche Marktbewegungen ausgelöst hatte und inzwischen eingepreist erscheint, da eine finale Zustimmung der EU-Staats- und Regierungschefs weiterhin aussteht.

Project Vault als potenzieller Katalysator für die Lieferkette

Die angekündigte Milliarden-Finanzierung durch Project Vault richtet sich an Hersteller, die auf kritische Mineralien angewiesen sind, und könnte mittelfristig die Nachfrageseite der Branche stärken.

Für Anleger im VanEck Seltene Erden ETF ist das insofern relevant, als der Fonds den breiten Markt für Strategische Metalle und Seltene Erden abbildet und damit indirekt von einer verbesserten Finanzierungslage auf Abnehmerseite profitieren könnte. Allerdings handelt es sich um eine Ankündigung auf Branchenebene, nicht um eine fondsspezifische Nachricht – konkrete Umsetzungsdetails fehlen bislang.

Kursbild bleibt angespannt

Der ETF notiert aktuell bei 9,50 Euro und damit nur 1,6 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht steht ein Minus von 7,4 Prozent zu Buche. Die Marktdaten zeigen damit, dass die jüngsten Branchenmeldungen – weder die Exportzahlen noch die Finanzierungsinitiative aus den USA – bislang keine spürbare Stabilisierung ausgelöst haben.

Anleger dürften weiterhin auf konkretere Signale warten, etwa eine finale Zustimmung der EU-Staaten zum Abkommen mit China oder erste Details zur Umsetzung von Project Vault.

Für den thesaurierenden Fonds gibt es keine Ausschüttungstermine zu beachten – Erträge verbleiben vollständig im Fondsvermögen. Ein fondsspezifisches Ereignis von VanEck selbst, etwa eine Mitteilung zu Zusammensetzung oder Management des Index, lag zuletzt nicht vor.

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