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VanEck Seltene Erden ETF: 4,0 Prozent Sturz auf 11,70 Euro

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 23:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der VanEck ETF verliert 4,0 Prozent, während Rohstoffpreise nachgeben und neue US-Projekte sowie politische Termine den Sektor prägen.

VanEck Seltene Erden ETF fällt trotz neuer Branchenprojekte
Ein Schreibtisch in einem Büro mit einem verschwommenen Tablet, das einen fallenden Aktienchart anzeigt. Illustration mit AI erstellt.

Der VanEck Seltene Erden ETF verzeichnet am heutigen Montag einen deutlichen Kursrückgang von 4,0 %. Während der Marktpreis für Neodym in China am heutigen Montag stabil bei 955.000 CNY pro Tonne notierte, lastet die verhaltene Stimmung der vergangenen Tage schwer auf dem Sektor. Der ETF-Kurs sank im Handelsverlauf auf 11,70 €, da Investoren auf die jüngsten Preisrückgänge bei den Schlüsselmetallen der Branche reagieren.

Rohstoffpreise geben im Gleichschritt nach

Medienberichten zufolge verzeichneten die Preise für Neodym, Praseodym und die NdPr-Legierung bereits Anfang September synchrone Rückgänge. Neodym-Metall sank um 2,54 %, Praseodym um 2,37 % und der Benchmark für NdPr-Legierungen gab um 1,98 % nach. Dies markierte das erste Mal seit Mai, dass der gesamte Rohstoffkomplex zeitgleich an Wert verlor.

Die Nachfrage der weiterverarbeitenden Industrie, insbesondere von Herstellern magnetischer Materialien, bleibt derzeit vorsichtig. Trotz leicht gesenkter Preisangebote der Produzenten konnte kein Anstieg des Transaktionsvolumens beobachtet werden.

Auch außerhalb des chinesischen Marktes folgten die Preise dem Abwärtstrend. Am Mittwoch gaben die FOB-Preise (Free on Board) für Terbiumoxid und Terbiummetall jeweils um 7 US-Dollar pro Kilogramm nach. Der Preis für Neodymoxid sank im internationalen Handel um 5 US-Dollar pro Kilogramm. Die Marktlage wird als gedrückt beschrieben, da Anschlussaufträge aus der Industrie derzeit fehlen und die Käufer eine abwartende Haltung einnehmen.

Expansionspläne in den USA und Grönland

Trotz der aktuellen Preisschwäche schreiten strategische Großprojekte im Sektor voran. Am Samstag begannen die physischen Bauarbeiten für einen rund 1,2 Milliarden US-Dollar teuren Metall- und Magnetkomplex von USA Rare Earth in South Carolina.

Die Anlage umfasst eine Fläche von 800.000 Quadratfuß und soll bis zum Jahr 2028 eine jährliche Kapazität von 6.400 Tonnen gesinterter NdFeB-Magnete erreichen. Damit zielt das Projekt auf den Aufbau einer westlichen Lieferkette für hocheffiziente Magnete ab.

Parallel dazu konsolidiert sich die Branche durch Übernahmen. Am 1. September schloss Greenland Mines den Erwerb von Neo North Star Resources und damit des Sarfartoq-Projekts in Grönland ab. Der Kaufpreis belief sich auf 20 Millionen US-Dollar in bar sowie Wertpapiere im Wert von 15 Millionen US-Dollar.

Neo Performance Materials bleibt als strategischer Anteilseigner involviert und sicherte sich Abnahmerechte für bis zu 60 % der künftigen Produktion von Erzen oder Mineralkonzentraten aus diesem Projekt.

Geopolitische Termine werfen Schatten voraus

Anleger richten ihren Blick nun auf bedeutende politische Weichenstellungen in den kommenden Wochen. Am 24. September ist ein Treffen zwischen Vertretern der USA und Chinas geplant, bei dem Veränderungen in der Lizenzierung und Verschiffung Seltener Erden im Fokus stehen könnten. Die geopolitische Komponente bleibt ein wesentlicher Treiber für den Sektor, da China weiterhin eine dominante Marktposition einnimmt.

Zusätzlich hat China angekündigt, die Aussetzung bestimmter Exportkontrollen am 10. November auslaufen zu lassen. Ab diesem Datum sollen neue Regelungen für Metalle wie Holmium, Erbium, Thulium, Europium und Ytterbium in Kraft treten.

Diese Frist gilt am Markt als einer der wichtigsten Katalysatoren für die Preisbildung im vierten Quartal. Angesichts der aktuellen Verluste notiert der ETF derzeit rund 38 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 18,76 €, das im Mai erreicht wurde.

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