VanEck Global Mining: Rio Tinto erhöht Dividende um 43 Prozent
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 05:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bergbau-Giganten krempeln ihre Portfolios radikal um. Weg von der Kohle, hin zu Metallen für die globale Energiewende. Eine entscheidende Berichtswoche zeigt: Diese Strategie zahlt sich für die Schwergewichte der Branche bereits aus.
Anglo American setzt auf Kupfer
Anglo American treibt die Fokussierung auf Industriemetalle voran. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im ersten Halbjahr auf 4,1 Milliarden Dollar. Inzwischen erwirtschaftet der Konzern rund 70 Prozent dieses Gewinns mit Kupfer. Der geplante Verkauf der Stahlkohle-Sparte für bis zu 3,9 Milliarden Dollar unterstreicht diesen Kurs. Parallel dazu treibt CEO Duncan Wanblad die Integration der Fusion mit Teck voran. Nach Abschluss ist eine Sonderdividende in Milliardenhöhe geplant.
Derweil beweist ArcelorMittal Widerstandskraft. Der Stahlkonzern erzielte ein EBITDA von 2,1 Milliarden Dollar. Trotz eines volatilen Marktumfelds hielt das Unternehmen die Margen stabil bei 155 Dollar je Tonne. Rund 0,7 Milliarden Dollar flossen im Halbjahr über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurück. In Frankreich nimmt der Konzern zudem einen Hochofen wieder in Betrieb, um die anziehende Nachfrage zu bedienen.
Rekordgewinne bei Rio Tinto
Auch Glencore profitiert von der hohen Nachfrage. Die eigene Kupferförderung stieg um 15 Prozent auf 397.000 Tonnen. Einschränkungen gab es lediglich beim Kobalt durch Exportquoten in der Demokratischen Republik Kongo. Rio Tinto meldete unterdessen den höchsten Halbjahresgewinn seit vier Jahren.
Die bereinigten Erträge von Rio Tinto sprangen um 43 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Das Management reagierte prompt und erhöhte die Zwischendividende im gleichen Maße. Insgesamt schüttet der Bergbau-Riese 3,4 Milliarden Dollar aus. Dies entspricht exakt der Hälfte des erzielten Gewinns. Strategisch steuern Kupfer, Aluminium und Lithium bereits knapp 60 Prozent zum operativen Ergebnis bei.
Der VanEck Global Mining ETF spiegelt die Erholung des Sektors wider. Mit einem Schlusskurs von 50,87 Euro liegt der Fonds auf Jahressicht rund 58 Prozent im Plus. Der ETF notiert derzeit knapp 23 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom März. Die massiven Dividendenerhöhungen und der Schuldenabbau der Holdings liefern das fundamentale Gerüst für die kommenden Monate.
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