Valneva Aktie: Nettoverlust steigt auf 63,3 Millionen
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 11:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Valneva hat seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt, und sie offenbaren die Kosten des laufenden Umbaus. Der Nettoverlust kletterte auf 63,3 Millionen Euro, nach 20,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Das Unternehmen begründet den Anstieg mit einer niedrigeren Bruttomarge infolge geringerer Verkaufs- und Fertigungsvolumina sowie mit einmaligen Belastungen bei den Herstellungskosten, darunter Vertragsauflösungskosten im Zusammenhang mit IXCHIQ® und Abschreibungen auf Lagerbestände.
Die Produktverkäufe summierten sich im ersten Halbjahr auf 64,0 Millionen Euro. Trotz des schwachen Halbjahres bekräftigte Valneva seine Jahresprognose: Für 2026 erwartet das Unternehmen Produktumsätze zwischen 135 und 150 Millionen Euro sowie Gesamterlöse von 145 bis 160 Millionen Euro. Diese Ziele gelten weiterhin, obwohl das geopolitische Umfeld die Reisetätigkeit und damit den Absatz reisebezogener Impfstoffe belastet.
Rückgänge bei den Kernprodukten
Bei den etablierten Produkten zeigte sich der Gegenwind deutlich. Die Verkäufe von IXIARO®/JESPECT® fielen im ersten Halbjahr auf 44,0 Millionen Euro, verglichen mit 54,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Valneva führt den Rückgang vor allem auf den Wechsel zu einem neuen Distributor in Deutschland im Januar sowie auf die zeitliche Verteilung der Lieferungen zurück, insbesondere die Terminierung von Lieferungen an das US-Verteidigungsministerium. Auch DUKORAL® gab nach, von 17,4 auf 14,7 Millionen Euro.
Auf der anderen Seite verbesserte sich die Liquiditätslage spürbar. Zum 30. Juni 2026 verfügte Valneva über eine Kassenposition von 121,5 Millionen Euro, nach 109,7 Millionen Euro zum Jahresende 2025. Das Unternehmen führt diesen Anstieg auf die positiven Effekte der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen sowie auf Bruttoerlöse von 37 Millionen Euro aus einer im zweiten Quartal abgeschlossenen Privatplatzierung zurück, an der unter anderem Frazier Life Sciences, TCGX, Deep Track Capital und Perceptive Advisors beteiligt waren.
Nantes-Verkauf als weiterer Baustein
Parallel zu den Halbjahreszahlen bestätigte Valneva den bereits vereinbarten Verkauf seines Standorts in Nantes für 6,2 Millionen Euro an die Nantes Métropole; der Abschluss der Transaktion wird für September erwartet. Auch diese Maßnahme reiht sich in die Bemühungen ein, die Kostenbasis zu verschlanken und den Cash-Bestand zu stärken.
Im Pipeline-Bereich laufen zwei klinische Studien zu S4V2 weiter: eine Phase-2-Sicherheits- und Immunogenitätsstudie bei Säuglingen sowie eine von LimmaTech Biologics AG gesponserte Phase-2b-Human-Challenge-Studie. Ergebnisse aus beiden Untersuchungen werden für das dritte Quartal 2026 erwartet.
Kurs bleibt trotz Verlustausweitung robust
Die Aktie zeigte sich von den schwächeren Zahlen bislang unbeeindruckt. Am Freitag schloss das Papier bei 2,98 Euro, nahezu unverändert zum Vortag, nach einem Plus von 12 Prozent auf Wochensicht. Damit notiert Valneva weiterhin rund 44 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,34 Euro vom 1. Oktober 2025. Anleger scheinen die operative Schwäche im Reisegeschäft angesichts der laufenden Sanierungsschritte und der bestätigten Jahresziele derzeit hinzunehmen.
Valneva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Valneva-Analyse vom 7. September liefert die Antwort:
Die neusten Valneva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Valneva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Valneva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
