Utah Medical Products Aktie: 75 Dollar für die Treuen
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 17:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Rückkaufangebot mit stattlichem Aufschlag, aber ein zweiter Blick lohnt sich: Utah Medical Products bietet seinen Aktionären 75,00 Dollar je Aktie – und der eigene Vorstandschef hält das für ein Schnäppchen.
Das Medizintechnik-Unternehmen aus Salt Lake City will bis zu 650.000 eigene Aktien zurückkaufen. Der gebotene Preis liegt 17 Prozent über dem durchschnittlichen Schlusskurs der vergangenen zwölf Monate und 21 Prozent über dem Zwei-Jahres-Durchschnitt.
Das Angebot läuft noch bis zum 7. Oktober, 17 Uhr New Yorker Zeit – ursprünglich hatte das Unternehmen den Wochentag falsch angegeben und musste die Ankündigung korrigieren: Der 7. Oktober fällt auf einen Mittwoch, nicht auf einen Dienstag, wie zunächst kommuniziert.
Ein Aufschlag trotz schwacher Zahlen
Bemerkenswert ist der Kontext, in dem das Angebot steht. Im ersten Halbjahr 2026 sanken Umsatz und Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 beziehungsweise 13 Prozent. Das EBITDA der vergangenen zwölf Monate lag bei rund 15,7 Millionen Dollar.
Trotzdem hält Vorstandschef Kevin Cornwell die Aktie selbst beim Angebotspreis für unterbewertet – gemessen an Branchenmultiples und dem S&P 500 sieht er einen fairen Wert eher im Bereich von 90 Dollar je Aktie.
Cornwell begründet die Diskrepanz mit der geringen Marktkapitalisierung und niedrigen Handelsaktivität von Micro-Cap-Werten, die in seinen Augen die faire Bewertung im Falle einer Fusion erschweren. Der Vorstand hat den Rückkauf zwar genehmigt, gibt den Aktionären aber ausdrücklich keine Empfehlung, ob sie ihre Anteile andienen sollen. Die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen.
Als Depotstelle fungiert Computershare Trust Company, Georgeson LLC übernimmt die Rolle des Informationsagenten. Ziel des Angebots ist laut Unternehmen, jenen Aktionären Liquidität zu verschaffen, die trotz der zuletzt schwächeren Geschäftsentwicklung zu einem Aufschlag verkaufen möchten – während das Management darauf setzt, dass verbleibende Anteilseigner von einem Anti-Dilutionseffekt profitieren.
Bis zum 7. Oktober müssen sich Aktionäre entscheiden, ob sie das Angebot annehmen oder auf die vom Management in Aussicht gestellte Wertsteigerung setzen. Eine Verlängerung durch das Unternehmen bleibt möglich.
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