US Antimony Aktie: 100-Millionen-Rückkauf stabilisiert Kurs
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 07:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von US Antimony verzeichnete am gestrigen Freitag einen Kurszuwachs von 5,3 Prozent auf 5,55 USD. Das Unternehmen profitierte dabei von einer breit angelegten Sektor-Rallye im Bereich der kritischen Mineralien sowie der positiven Resonanz auf ein am Mittwoch angekündigtes Aktienrückkaufprogramm. Damit konnte sich das Papier nach den deutlichen Kursverlusten zu Beginn der Woche stabilisieren, die auf enttäuschende Quartalszahlen und eine drastisch gesenkte Jahresprognose folgten.
Kapitalrückführung und Marktumfeld
Am Mittwoch kündigte US Antimony ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 100 Millionen Dollar an. Diese Maßnahme löste am Markt einen deutlichen Impuls aus. Flankiert wurde diese Entwicklung gestern durch eine allgemeine Rotation von Kapital in Richtung knapper Rohstoffe und Sachwerte.
Medienberichten zufolge trieben steigende Renditen für 30-jährige US-Staatsanleihen Investoren verstärkt in den Sektor der kritischen Mineralien. In diesem Umfeld legten auch Wettbewerber wie USA Rare Earth oder MP Materials deutlich zu.
Trotz der gestrigen Erholung notiert die Aktie von US Antimony weiterhin rund 12 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Die hohe Volatilität der vergangenen Handelstage spiegelt die gemischte Nachrichtenlage wider: Während die strategischen Kapitalmaßnahmen das Vertrauen der Anleger stärken sollen, belasten die operativen Herausforderungen des abgelaufenen Quartals das Gesamtbild.
Operative Fortschritte bei Antimon-Lieferungen
Auf operativer Ebene konnte US Antimony wichtige Meilensteine vermelden. Im Juni wurden die ersten zwei Lieferungen von insgesamt rund 82.000 Pfund Antimon-Metallbarren im Rahmen eines Vertrages mit der Defense Logistics Agency (DLA) durchgeführt. Diese Lieferungen wurden im Juli formell akzeptiert. Das Unternehmen rechnet damit, hieraus im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von etwa 2,6 Millionen Dollar verbuchen zu können.
Zudem gab das Management Anfang August bekannt, dass das Jahr 2026 einen Wendepunkt in der Produktionsstrategie darstellt. Erstmals nutzt das Unternehmen in nennenswertem Umfang Erz aus eigenen Minen in Alaska, Montana und Kanada, um Kundenaufträge zu erfüllen.
In Alaska treibt US Antimony unter anderem das Explorationsprojekt Ester Dome voran, das eine Fläche von über 9.000 Hektar umfasst. Für den Ausbau der Bergbauaktivitäten wurden bis Ende Juni 2026 Kapitalinvestitionen in Höhe von 2,8 Millionen Dollar getätigt.
Umsatzrückgang und gesenkte Prognose
Die am Montag vorgelegten Ergebnisse für das zweite Quartal fielen jedoch schwächer aus als vom Markt erwartet. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 7,93 Millionen Dollar und lag damit deutlich unter den Konsensschätzungen.
Zwar stieg die verkaufte Menge an Antimon um 26 Prozent auf 428.425 Pfund, doch ein Preisverfall von 52 Prozent auf durchschnittlich 13,70 Dollar pro Pfund drückte das Ergebnis. Der Quartalsgewinn von 0,1 Millionen Dollar wurde zudem maßgeblich durch einen unrealisierten Buchgewinn aus einer Beteiligung an Larvotto Resources gestützt, während operativ ein Verlust von 7,0 Millionen Dollar anfiel.
In Reaktion auf diese Zahlen senkte das Unternehmen die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 massiv von zuvor 125 Millionen Dollar auf nunmehr 60 bis 75 Millionen Dollar.
Der Analyst Heiko Ihle vom Analysehaus H.C. Wainwright reagierte am Montag auf die Quartalszahlen und behielt seine Kaufempfehlung für die Aktie bei, reduzierte jedoch das Kursziel von 11,75 Dollar auf 9,25 Dollar. Trotz der Anpassung sieht der Experte damit weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
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