UPM-Kymmene, WISA-Prospekt

UPM-Kymmene: WISA-Prospekt am 17. August genehmigt

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 13:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UPM treibt die WISA-Abspaltung voran: Prospekt genehmigt, Aktionäre entscheiden Ende August. Der Börsenstart ist für Anfang November vorgesehen.

UPM-Kymmene: WISA-Spin-off schreitet voran – Börsengang für November geplant
Stapel aus hochwertigem Holz in einer modernen, hell beleuchteten Industriehalle. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die finnische Finanzaufsicht hat am 17. August einen Nachtrag zum Spaltungs- und Börsenprospekt der WISA Group Plc genehmigt. Damit bereitet die UPM-Kymmene Corporation den nächsten formalen Schritt für die geplante Ausgliederung ihrer Tochtergesellschaft vor. Die Ergänzung umfasst unter anderem ungeprüfte Carve-out-Finanzinformationen sowie eine Prognose für die neue Einheit und Pro-forma-Zahlen für das zum 30. Juni 2026 endende Halbjahr.

Zeitplan für den Börsengang der Tochtergesellschaft

Der Zeitplan für die strukturelle Veränderung des Konzerns steht fest: Am 31. August soll eine außerordentliche Hauptversammlung der Aktionäre über den vorgelegten Demerger-Plan entscheiden. Ziel des Managements ist es, die Abspaltung bis zum 31. Oktober dieses Jahres vollständig abzuschließen.

Unmittelbar darauf, am 2. November, wird der Handelsstart der neuen WISA-Aktien an der Nasdaq in Helsinki erwartet. Für UPM markiert dieser Schritt eine strategische Konzentration auf das verbleibende Kerngeschäft.

Zusätzlich zur WISA-Transaktion treibt das Unternehmen die Konsolidierung im Segment Grafikpapier voran. Der Konzern hat eine verbindliche Vereinbarung über ein Joint Venture mit dem Konkurrenten Sappi unterzeichnet.

Während die zuständigen Behörden in den USA das Vorhaben bereits freigegeben haben, führt die Europäische Union derzeit eine vertiefte Phase-II-Prüfung durch. Die Konzernführung rechnet damit, dass die regulatorischen Genehmigungen bis Ende des Jahres vorliegen werden.

Marktbewertung und Analysteneinschätzungen

An der Börse zeigte sich die Aktie zuletzt stabil und schloss am Freitag bei 23,68 Euro. Trotz der jüngsten Erholungstendenzen weist die bisherige Jahresbilanz für die Anleger noch einen Rückgang von 4,7 Prozent aus. Damit notiert das Papier derzeit etwa 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das im Februar bei 27,83 Euro markiert wurde.

Die Analysten blicken unterdessen mit Vorsicht auf die kurzfristige Preisentwicklung in der Branche. Die britische Investmentbank Barclays hat das Papier am 9. August von "Equal Weight" auf "Underweight" herabgestuft.

Analyst Pallav Mittal begründete diesen Schritt mit den erwarteten Kapazitätssteigerungen am Zellstoffmarkt in den nächsten 18 Monaten. Diese dürften seiner Einschätzung nach die Zellstoffpreise unter Druck setzen, weshalb er das Kursziel von 24 auf 21 Euro senkte. Seine Prognosen für das operative Ergebnis (EBIT) in den kommenden zwei Geschäftsjahren liegen damit unter dem aktuellen Marktkonsens.

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