Upm-Kymmene, Aktie

Upm-Kymmene Aktie: Jefferies senkt Kursziel auf 24,10 Euro

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 21:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Jefferies senkt Kursziel für UPM-Kymmene, da die Fibres-Sparte die Erwartungen verfehlt. Trotz eines operativen Gewinnplus von 71% belasten hohe Kosten und Wartungsstopps die Aussichten.

UPM-Kymmene: Kursziel gesenkt trotz starkem Gewinnsprung
Industrielle Papierfabrik mit Papierrollen und Holztexturen in gedimmtem Licht Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

UPM-Kymmene liefert ein widersprüchliches Bild. Der finnische Forstriese steigerte seinen operativen Gewinn im zweiten Quartal massiv, enttäuschte aber in einem entscheidenden Kernsegment. Erste Analysten ziehen nun Konsequenzen.

Fibres-Sparte unter Druck

Jefferies senkte das Kursziel für die Aktie am Mittwoch auf 24,10 Euro. Ein Grund dafür ist die Fibres-Sparte. Dieses Segment verfehlte die Erwartungen des Marktes um etwa neun Prozent. Vor allem hohe Kosten für die Holzbeschaffung belasteten das Ergebnis. Die nordischen Betriebe profitierten kaum von sinkenden Holzpreisen.

Das operative Ergebnis für das gesamte Unternehmen stieg derweil auf 212 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz dieses Sprungs bleibt die Stimmung verhalten. Variable Kosten und die Rohstoffversorgung bleiben eine Herausforderung für die Rentabilität.

Teures zweites Halbjahr

Für die zweite Jahreshälfte 2026 rechnet der Konzern mit einem vergleichbaren EBIT zwischen 375 und 575 Millionen Euro. Belastend wirken hier vor allem geplante Wartungsstopps in mehreren Werken. Diese Stillstände reduzieren die Produktionsmengen vorübergehend deutlich.

Zusätzlich verursacht die Expansion am Standort Leuna weiterhin hohe Kosten für den operativen Hochlauf. Marktbeobachter befürchten deshalb, dass die Schätzungen für das Gesamtjahr weiter sinken könnten. Höhere Verkaufspreise sollen diese Belastungen nur teilweise abfedern.

Strategische Abspaltung geplant

Unabhängig vom Tagesgeschäft treibt UPM-Kymmene den Konzernumbau voran. Das Sperrholzgeschäft soll als eigenständige WISA Group Plc an die Börse kommen. Parallel dazu plant UPM ein Joint Venture mit Sappi für grafische Papiere. Das Management will sich damit stärker auf Wachstumsmaterialien und Dekarbonisierung konzentrieren.

Die Entscheidung über die Abspaltung der WISA Group fällt Ende August 2026 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung. Bis dahin spiegelt der Aktienkurs bei 23,56 Euro die Unsicherheit wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von 5,19 Prozent.

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