United Utilities Aktie: Ofwat genehmigt 975 Millionen Pfund
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 03:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der britische Wasserversorger United Utilities kann seine Investitionsvorhaben für die kommenden Jahre deutlich ausweiten. Die Regulierungsbehörde Ofwat hat in einer vorläufigen Entscheidung einen zusätzlichen Investitionsspielraum von 975 Millionen Pfund im Rahmen des sogenannten AMP8-Mechanismus genehmigt.
Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, um die geplanten Gesamtinvestitionen von rund 2,5 Milliarden Pfund über die jährlichen Anpassungsmechanismen abzusichern.
Strategische Weichenstellung für den Zeitraum bis 2030
Mit der vorläufigen Zusage der Regulierungsbehörde bleibt United Utilities auf Kurs, sein umfangreiches Kapitalinvestitionsprogramm umzusetzen. Insgesamt plant das Unternehmen für den Regulierungszeitraum AMP8 Investitionen in Höhe von etwa 11,5 Milliarden Pfund.
Ziel ist es, den regulatorischen Eigenkapitalwert (Regulatory Capital Value) bis zum Jahr 2030 auf rund 25 Milliarden Pfund zu steigern. Dies entspräche einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 10 Prozent, sofern die Inflation bei durchschnittlich 3 Prozent verharrt.
Das Unternehmen strebt dabei eine durchschnittliche regulatorische Rendite von 10 bis 11 Prozent an. Für die Aktionäre bleibt die Dividendenpolitik eng an die Entwicklung des Preisindex CPIH gekoppelt. Als Basis dient hierbei die Dividende pro Aktie für das Geschäftsjahr 2026, die mit 53,66 Pence beziffert wird.
Bis zur endgültigen Entscheidung der Aufsichtsbehörde im Dezember bleibt jedoch noch ein Zwischenschritt: United Utilities hat bis zum 24. September Zeit, offiziell auf den Entwurf von Ofwat zu reagieren.
Starke Geschäftszahlen stützen den Expansionskurs
Die finanzielle Basis für die ambitionierten Pläne legte der Versorger bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr. In dem am 31. März beendeten Turnus steigerte United Utilities den bereinigten Umsatz um 20,1 Prozent auf über 2,57 Milliarden Pfund.
Noch deutlicher fiel das Plus beim bereinigten Betriebsgewinn aus, der um 34,8 Prozent auf rund 1,06 Milliarden Pfund kletterte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 107,1 Pence, nachdem im Vorjahr noch 75,3 Pence erzielt worden waren.
Diese positive operative Entwicklung spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 21 % zulegen. Mit einem aktuellen Kurs von 16,70 Euro bewegt sich die Notierung derzeit rund 3,2 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das Ende April bei 17,25 Euro markiert wurde.
Das Vertrauen der Investoren wurde zudem durch eine erfolgreiche Kapitalerhöhung gestärkt, bei der das Unternehmen 800 Millionen Pfund von neuen und bestehenden Aktionären einsammelte, um zusätzliche Investitionsprojekte zu finanzieren.
Neben den regulatorischen Fortschritten gab es zuletzt Bewegungen im Management und bei den Ausschüttungen. Während die Schlussdividende für das Geschäftsjahr 2025/26 am 3. August an die Anteilseigner ausgezahlt wurde, gab es Ende Juni eine Veränderung im Aktienbesitz des Managements.
Medienberichten zufolge veräußerte Finanzvorstand Phil Aspin am 30. Juni insgesamt 24.566 Aktien des Unternehmens. Dennoch bleibt die langfristige Strategie des Konzerns auf Stabilität ausgerichtet, wobei ein Verschuldungsgrad im Bereich von 55 bis 65 Prozent angestrebt wird.
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