United Rentals Aktie: Zahlen übertreffen Erwartungen
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 22:56 Uhr | Redaktion boerse-global.deUnited Rentals hat die Erwartungen der Analysten im dritten Quartal klar geschlagen und die Jahresprognose gleich mit angehoben. Der Vermieter von Baumaschinen verdient so viel wie nie zuvor in einem dritten Quartal. Die Zahlen kamen nach US-Börsenschluss, eine Reaktion im nachbörslichen Handel liegt noch nicht vor.
Deutlich über den Schätzungen
Der Umsatz stieg auf 4,89 Milliarden Dollar, erwartet hatte der Markt rund 4,70 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 15,55 Dollar, Analysten hatten mit 13,94 Dollar gerechnet. Der Nettogewinn legte um gut 31 Prozent auf 920 Millionen Dollar zu.
Treiber waren vor allem die Mieterlöse, die um 17,8 Prozent auf 4,32 Milliarden Dollar wuchsen. Die Flottenproduktivität verbesserte sich um 6,5 Prozent, die Flotte selbst wuchs um knapp acht Prozent.
Die bereinigte EBITDA-Marge kletterte auf 47,6 Prozent. Bernstein-Analyst Chad Dillard hatte ein EBITDA von rund 2,2 Milliarden Dollar erwartet und eine Prognoseanhebung für möglich gehalten. Tatsächlich lag der Wert bei 2,33 Milliarden Dollar.
Spezialvermietung als Wachstumsmotor
Besonders stark wuchs die Sparte Specialty Rentals, deren Mieterlöse um 34,7 Prozent auf 1,70 Milliarden Dollar sprangen. Die Marge stieg dort um 2,5 Prozentpunkte. Das klassische Geschäft mit allgemeinem Equipment legte um 8,8 Prozent zu.
Das passt zur Erwartung vor dem Termin: Großprojekte wie Rechenzentren, Fabriken und Infrastruktur gewinnen im Bau an Gewicht und spielen dem Konzern mit seiner Größe in die Hände. Konzernchef Matthew Flannery verwies auf die Auftragsbücher der Kunden und die Dynamik bei großen Projekten. Zugleich hatten einige Analysten vor der Veröffentlichung gewarnt, dass die Breite im Nichtwohnungsbau abgenommen habe.
Kapitalrückführung bleibt hoch
Seit Jahresbeginn flossen knapp 1,5 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück, davon 1,125 Milliarden über Aktienrückkäufe. Das neue Rückkaufprogramm läuft, bis Jahresende sollen insgesamt 1,5 Milliarden Dollar an Rückkäufen abgeschlossen sein. Die Verschuldung sank auf das 1,8-Fache des EBITDA.
Der Verwaltungsrat hat zudem eine Quartalsdividende von 1,97 Dollar je Aktie beschlossen. Sie wird am 25. November 2026 an die Aktionäre gezahlt, die am 11. November im Register stehen.
Vor den Zahlen notierte die Aktie bei rund 1.050 Dollar. Das mittlere Kursziel der Analysten lag bei 1.261 Dollar, JPMorgan hatte die Aktie im September auf "Neutral" gesenkt und mit dem knapper werdenden Angebot an großen Übernahmezielen argumentiert.
Am Donnerstag um 14:30 Uhr deutscher Zeit (8:30 Uhr Eastern Time) stellt sich das Management in einer Telefonkonferenz den Fragen der Analysten, dann dürfte auch der Ausblick auf 2027 zur Sprache kommen.
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