Uniqa, Gewinn

Uniqa: Gewinn springt 11,1 Prozent auf 258 Millionen

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 09:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Uniqa steigert Halbjahresgewinn um 11 Prozent, Prämien wachsen auf 4,9 Mrd. Euro. CEO warnt vor Unwetterrisiken in H2.

Uniqa Halbjahresbilanz 2026: Gewinn und Prämien legen zweistellig zu
Abstrakte Darstellung von modernem Finanzwachstum und Stabilität durch ein helles, professionelles Bürogebäude. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Uniqa Insurance Group hat im ersten Halbjahr 2026 ein zweistelliges Wachstum bei Gewinn und Prämieneinnahmen erzielt. Wie der Versicherungskonzern am Donnerstag mitteilte, kletterte das Ergebnis vor Steuern um 10,5 Prozent auf 327 Millionen Euro.

Das Konzernergebnis legte parallel dazu um 11,1 Prozent auf 258 Millionen Euro zu. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,84 Euro, nach 0,76 Euro im Vorjahreszeitraum. Getragen wurde diese Entwicklung von einem Anstieg der verrechneten Prämien um 12 Prozent auf insgesamt 4,9 Milliarden Euro.

Spartenwachstum und Unwetterrisiken im Fokus

Das stärkste Wachstum verzeichnete die Sparte Schaden und Unfall, in der die Prämien um 16,2 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro zunahmen. Die Netto-Combined-Ratio, welche die Profitabilität des Versicherungsgeschäfts beschreibt, verschlechterte sich jedoch leicht von 90,5 Prozent auf 91,6 Prozent.

In der Krankenversicherung stiegen die Prämien um 7,9 Prozent auf 875 Millionen Euro. Hier verbesserte sich das Vorsteuerergebnis deutlich auf 24 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr nur 5 Millionen Euro zu Buche standen. Die Lebensversicherung zeigte ein moderates Plus von 2,6 Prozent bei den Prämien auf 886 Millionen Euro und steuerte 126 Millionen Euro zum Vorsteuergewinn bei.

Trotz der positiven Geschäftsentwicklung mahnte CEO Andreas Brandstetter zur Zurückhaltung hinsichtlich der zweiten Jahreshälfte. Er verwies auf potenzielle Risiken durch Unwetterereignisse und betonte, dass der Konzern hierfür bereits Vorsorgen für das restliche Jahr getroffen habe. Das versicherungstechnische Ergebnis sank im Berichtszeitraum um 4,9 Prozent auf 360 Millionen Euro, während das Finanzergebnis bei 176 Millionen Euro lag. Laut Brandstetter befindet sich das Unternehmen mit der Umsetzung seiner Strategie „UNIQA 3.0“ weiterhin auf Kurs.

Stabile Kapitalquote und bestätigter Ausblick

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bestätigte das Management die bisherige Prognose. Uniqa erwartet weiterhin ein Ergebnis vor Steuern in einer Spanne zwischen 540 und 570 Millionen Euro. Die Kapitalausstattung des Unternehmens bleibt robust; die Solvency-II-Quote wurde mit 271 Prozent angegeben.

In der Krankenversicherung verzeichnete das Unternehmen eine höhere Inanspruchnahme von ambulanten Leistungen, was die Schadenzahlungen beeinflusste, jedoch durch das Prämienwachstum kompensiert werden konnte.

An der Börse reagierten Anleger am Donnerstag zunächst verhalten auf die Warnungen vor künftigen Unwetterschäden, was die Aktie zeitweise unter Druck setzte.

Gestern schloss das Papier bei 17,44 Euro und verbuchte damit ein Tagesplus von 0,9 Prozent. Damit notiert der Titel aktuell 6,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 18,66 Euro, das erst am 10. August markiert worden war. Seit Beginn des Jahres verzeichnet der Wert eine positive Kursentwicklung von insgesamt 13 Prozent.

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