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Unicure Aktie: AMT-130 verfehlt primären Endpunkt

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 20:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach 48 Monaten war der TFC-Endpunkt statistisch signifikant, während cUHDRS die Signifikanzschwelle verfehlte.

UniQure: Vierjahresdaten zu AMT-130 zeigen unterschiedliche Signale
Abstrakte Darstellung eines modernen biotechnologischen Forschungslabors mit Fokus auf wissenschaftliche Präzision. Illustration mit AI erstellt.

UniQure verarbeitet an der Börse neue Vierjahresergebnisse zu seiner Gentherapie AMT-130 gegen Chorea Huntington. Nach deutlichen Abverkäufen in den vorangegangenen Tagen notiert die Aktie heute bei 21,85 Euro mit einem moderaten Plus von 2,3 Prozent. Über den Zeitraum von sieben Tagen verzeichnet der Wert jedoch ein Minus von 35 Prozent, das die Verunsicherung unter den Marktteilnehmern unterstreicht.

Getrennte Signale bei cUHDRS und TFC

Am Dienstag stellte das Unternehmen im Rahmen einer Telefonkonferenz und eines Webcasts neue Zwischenergebnisse aus der Phase-I/II-Studie vor. Bei zwölf Patienten aus der Hochdosis-Gruppe wurde nach 48 Monaten eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs auf der cUHDRS-Skala um 44 Prozent gegenüber einer abgeglichenen externen Kontrollgruppe ermittelt.

Dieser primäre Endpunkt erreichte mit einem nominalen p-Wert von 0,144 jedoch keine statistische Signifikanz. Diese Nachricht löste an den Märkten unmittelbar Kursverluste aus. Demgegenüber wies der sekundäre Endpunkt TFC eine Verlangsamung um 61 Prozent bei statistischer Signifikanz mit einem nominalen p-Wert von 0,008 auf.

Medienberichten zufolge verwies das Biotech-Unternehmen darauf, dass fehlende Datenpunkte in der externen Kontrollgruppe den ermittelten Behandlungseffekt rechnerisch geschmälert haben könnten. Zugleich betonte UniQure, dass die zuvor vorgelegten 36-Monats-Daten weiterhin das tragende Fundament für den angestrebten Zulassungsantrag (BLA) bilden.

Auf Analystenseite führten die Langzeitdaten zu einer Neubewertung der Perspektiven. Die Analysten begründeten diesen Schritt mit Bedenken hinsichtlich der Dauerhaftigkeit der Therapiewirkung von AMT-130 über längere Zeiträume. Darüber hinaus seien infolge der Vierjahresdaten sowohl die regulatorischen Hürden als auch die kommerziellen Aussichten mit erhöhter Skepsis zu betrachten.

Für Anleger richtet sich der Blick damit auf die behördliche Bewertung der vorliegenden Datensätze. Der Kontrast zwischen den Ergebnissen nach drei Jahren und den statistisch schwächeren Signalen nach vier Jahren prägt vorerst die Stimmung rund um den Titel.

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