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Under Armour Aktie: Prognose rutscht ab

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 14:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Under Armour senkt Umsatzprognose nach schwachem Nordamerika-Geschäft. Die Aktie verliert vorbörslich, während die Bruttomarge deutlich zulegt.

Under Armour: Gesenkte Jahresprognose belastet Aktienkurs
Abstrakte Darstellung eines modernen Einzelhandelsgeschäfts bei Dämmerung mit kühler, nachdenklicher Lichtstimmung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Under Armour wollte mit einem schlankeren Sortiment und teureren Produkten zurück auf Wachstumskurs. Die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 zeigen: Der Weg dorthin ist länger als gedacht. Der Sportartikelhersteller senkte seine Jahresprognose für den Umsatz erneut — und schickte die Aktie vorbörslich rund 4 Prozent nach unten.

Nordamerika bricht weiter ein

Im Quartal bis zum 30. Juni sank der Konzernumsatz um 3 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar, knapp unter der Analystenschätzung von 1,11 Milliarden Dollar. Der Einbruch kommt fast komplett aus dem Heimatmarkt: In Nordamerika, Under Armours größtem Absatzgebiet, fiel der Umsatz um 9 Prozent auf 609,8 Millionen Dollar. International lief es besser — EMEA legte um 12 Prozent zu, während Asien-Pazifik um 7 Prozent nachgab.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen jetzt mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bislang war nur von einem "leichten Rückgang" die Rede gewesen. Morningstar-Analyst David Swartz brachte es auf den Punkt: Es gebe kaum Belege dafür, dass die Turnaround-Maßnahmen bislang eine spürbare Wirkung zeigten.

CEO Kevin Plank, der 2024 an die Unternehmensspitze zurückgekehrt war, treibt unterdessen den Umbau voran. Das Produktsortiment wurde um etwa ein Viertel gestrafft, neue Modelle wie die Laufschuhe "Surge 5" und "Radiant TR" sollen jüngere Kunden anziehen — zu Preisen zwischen 30 und 275 Dollar.

Marge trotzt schwacher Nachfrage

Trotz des schwächeren Umsatzausblicks hält Under Armour an seinem operativen Gewinnziel von 96 bis 116 Millionen Dollar fest. Möglich macht das vor allem die Bruttomarge, die um 590 Basispunkte auf 54,1 Prozent kletterte — getrieben durch Rückerstattungen für Zollkosten aus dem laufenden Geschäftsjahr in Höhe von rund 70 Millionen Dollar. Gegenläufig wirken rund 35 Millionen Dollar an Belastungen durch den Nahost-Konflikt sowie ungünstige Wechselkurse.

Der Konzernumbau schlägt weiter zu Buche: Bislang sind 266 Millionen Dollar an Restrukturierungs- und Transformationskosten aufgelaufen, das Gesamtprogramm soll rund 305 Millionen Dollar kosten. Under Armour rechnet damit, den Plan bis Ende Dezember 2026 im Wesentlichen abzuschließen.

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