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UBM Development Aktie: Green Bond refinanziert Altanleihe

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Immobilienentwickler will mit bis zu 100 Millionen Euro bestehende Schulden refinanzieren und nachhaltige Bauprojekte finanzieren.

UBM Development plant grüne Anleihe mit sieben Prozent Kupon
Moderne, nachhaltige Architektur mit integrierten Grünflächen bei goldenem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Der Immobilienentwickler UBM Development refinanziert bestehende Verbindlichkeiten und sichert sich frisches Kapital über eine grüne Anleihe. Mit einem Kupon von 7 Prozent pro Jahr richtet sich das neue Wertpapier sowohl an institutionelle Adressen als auch an Privatanleger.

Der Wiener Projektentwickler kündigte die Emission des Green Bond 2026/2031 (ISIN AT0000A3XJY7) an. Das Emissionsvolumen liegt zunächst bei bis zu 50 Millionen Euro, kann jedoch auf bis zu 100 Millionen Euro aufgestockt werden.

Der Nettoerlös dient vorrangig der Refinanzierung der bestehenden grünen Anleihe 2023–2027 sowie der Umsetzung förderfähiger nachhaltiger Bauvorhaben. Am Aktienmarkt notiert das Papier von UBM Development bei 16,90 Euro und liegt seit Jahresanfang mit 15 Prozent im Minus.

Umtauschangebot und Zeichnungsfristen

Für Inhaber der bis 2027 laufenden Anleihe läuft das Umtauschangebot bis zum 16. Oktober. Neuanleger können die neue fünfjährige Tranche voraussichtlich vom 6. Oktober bis zum 23. Oktober zeichnen. Die Mindestanlage und Stückelung beträgt 500 Euro bei einer geplanten Fälligkeit am 30. Oktober 2031. Eine Notierung der Schuldverschreibungen ist an den Börsenplätzen in Wien und Frankfurt vorgesehen.

Mit der Neuemission will der Konzern sein Fälligkeitenprofil vorzeitig verlängern und sich finanziellen Spielraum sichern. Parallel dazu forciert das Management um CEO Thomas G. Winkler Anpassungen in der Bilanz und im Immobilienbestand.

Portfolio-Umbau und strategischer Fokus

UBM hat Immobilien-Buchwerte von 760 Millionen Euro für mögliche Verkäufe identifiziert. Nach Abzug der darauf lastenden Fremdfinanzierung sollen dem Unternehmen daraus rund 360 Millionen Euro an liquiden Mitteln zufließen. Im zweiten Quartal veräußerte der Entwickler bereits Objekte für über 45 Millionen Euro, jeweils zum oder über dem Buchwert.

Zum Stichtag am 30. Juni verfügte der Konzern über liquide Mittel von mehr als 84 Millionen Euro. Strategisch strebt Winkler bis zum Ende der fünfjährigen Anleihelaufzeit ein ausgewogenes Portfolio an. Die Projektpipeline soll künftig zu gleichen Teilen aus bezahlbarem Wohnraum und gehobenen Wohnprojekten bestehen.

Ein Referenzprojekt im Segment für bezahlbares Wohnen bildet das Wiener Vorhaben Donaustadt mit 92 geplanten Einheiten. Bei einer Marktkapitalisierung von 126,42 Millionen Euro setzt das Unternehmen mit der Anleihe auf eine langfristige Finanzierungsbasis für diese Neuausrichtung.

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