Uber Aktie: Kursziel bei 100 Dollar
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 21:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Scotiabank meldet sich mit einer neuen Coverage zu Wort — und Uber schneidet dabei deutlich besser ab als der Rivale Lyft. Analyst Nat Schindler startet Uber mit "Sector Outperform" und einem Kursziel von 100 Dollar. DoorDash erhält dieselbe Einstufung mit Ziel von 275 Dollar, während Lyft nur auf "Sector Perform" mit 17 Dollar kommt.
Abo-Modelle als Schlüssel zum Erfolg
Schindlers zentrale These: Nicht Logistik oder Preisgestaltung entscheiden über Gewinner und Verlierer im Ride-Hailing- und Lieferbranchen-Markt, sondern Abonnement-Programme. Uber One und der Konkurrenz-Dienst DashPass hätten Gelegenheitsnutzer in Stammkunden verwandelt. Das senke die Abwanderungsrate und hebe gleichzeitig die Margen — unterstützt durch ein wachsendes, margenstarkes Werbegeschäft.
Auch beim Thema autonome Fahrzeuge sieht der Analyst Uber im Vorteil. Die entscheidende Frage sei nicht, ob die Technologie funktioniert, sondern ob ein fest gebundener Fuhrpark auf schwankende Nachfrage reagieren kann.
Uber selbst besetze diese Nische über Partnerschaften, ohne eigenes Kapital in Fahrzeugflotten zu binden — ein Vorteil gegenüber Wettbewerbern mit eigenem Fuhrpark. Als langfristig ernstzunehmenden Herausforderer nennt Scotiabank vor allem Amazon, das über seine Robotaxi-Einheit Zoox und die bestehende Einzelhandelsbasis verfügt.
Schindler weist zudem auf ein branchenweites Risiko hin: Uber, DoorDash und Lyft sind stark auf wohlhabende Konsumenten angewiesen. Ein Abschwung, der gezielt gut bezahlte Berufsgruppen trifft — etwa durch KI-bedingte Arbeitsplatzverluste — könnte alle drei Unternehmen empfindlich treffen.
Expansion im Lebensmittelgeschäft
Parallel zur Analysten-Einschätzung treibt Uber sein Liefergeschäft weiter voran. Uber Eats hat eine Partnerschaft mit der Einzelhandelskooperative Wakefern Food Corp. geschlossen und bindet damit mehr als 375 Supermärkte im Nordosten der USA an die Plattform an. Zu den beteiligten Ketten zählen bekannte Namen wie ShopRite, Fairway Market und Di Bruno Bros.
Kunden erhalten beim Einstieg Rabatte von bis zu 30 Prozent auf ihre erste Bestellung, Uber-One-Mitglieder liefern zusätzlich gebührenfrei. Die Kooperation reiht sich in eine Reihe ähnlicher Partnerschaften ein, mit denen Uber Eats sein Angebot über klassische Restaurantlieferungen hinaus auf den Lebensmittelhandel ausdehnt.
Die Kombination aus positiver Analystenstimme und operativer Expansion zeigt, wohin sich Uber strategisch bewegt: weg vom reinen Fahrdienst, hin zu einem Plattform-Geschäft mit wiederkehrenden Nutzern und diversifizierten Einnahmequellen.
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