TSMC, Aktie

TSMC Aktie: 2-Nanometer-Ausbau startet früher als geplant

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 12:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Höhere Chipbuchungen treiben TSMCs Ausbaupläne; für 2026 sind fünf neue Werke und Investitionen von 60 bis 64 Milliarden US-Dollar vorgesehen.

TSMC beschleunigt 2-Nanometer-Ausbau mit fünf Fabriken
Abstrakte Darstellung hochmoderner Halbleiterfertigung mit leuchtenden Schaltkreisen auf einem Silizium-Wafer. Illustration mit AI erstellt.

Die weltweite Nachfrage nach Hochleistungschips für Anwendungen der künstlichen Intelligenz beschleunigt die Pläne des taiwanischen Halbleiterkonzerns TSMC.

Führende Technologieunternehmen wie Apple, Nvidia, AMD, Qualcomm und MediaTek haben ihre Buchungen für die kommende 2-Nanometer-Fertigung um 10 bis 20 Prozent aufgestockt. Die breite Zunahme über mehrere Abnehmergruppen hinweg unterstreicht den hohen Bedarf an fortschrittlichster Prozessorarchitektur.

Die Auslastung der neuen Fertigungslinien zeichnet sich damit früher ab als ursprünglich in der Halbleiterbranche kalkuliert. TSMC selbst gibt zu konkreten Kundeninformationen und Marktspekulationen traditionell keine Stellungnahme ab.

Fünf neue Fabriken gehen gleichzeitig ans Netz

Um den Auftragseingang zu bewältigen, forciert der Auftragsfertiger seine Produktionskapazitäten. Nach Angaben von TSMC-Vorstandsmitglied Hou Yongqing nimmt das Unternehmen im Jahr 2026 erstmals fünf 2-Nanometer-Fabriken parallel in Betrieb. Zwei der Anlagen entstehen am Standort Hsinchu, drei weitere im südtaiwanischen Kaohsiung.

Medienberichten zufolge könnte die monatliche Ausbringung bis zum Jahresende 2026 rund 120.000 Wafer erreichen. Bislang ging der Markt von lediglich 90.000 bis 100.000 Einheiten pro Monat aus. Das ursprünglich erst für 2027 prognostizierte Fertigungsvolumen würde damit um ein ganzes Jahr vorgezogen.

Die Skalierung übertrifft frühere Generationen deutlich: Im ersten vollen Produktionsjahr soll der 2-Nanometer-Ausstoß die damalige Erstjahresfertigung der 3-Nanometer-Technologie aus dem Jahr 2023 um 45 Prozent übertreffen. Für den Zeitraum von 2026 bis 2028 wird mit einem jährlichen Kapazitätswachstum von 70 Prozent gerechnet.

Hohe Investitionen stützen das Wachstum

Der beschleunigte Ausbau spiegelt sich in den massiven Sachinvestitionen wider. Für das Gesamtjahr 2026 plant TSMC ein Budget für Investitionsausgaben in Höhe von 60 bis 64 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu soll auch die 3-Nanometer-Produktion im südtaiwanischen Nanke bis zum vierten Quartal 2026 auf rund 180.000 Einheiten monatlich zulegen.

Der rasche Hochlauf der modernen Knotenpunkte erfordert jedoch erhebliche finanzielle Vorleistungen. Während die neuen Fertigungsstandorte hochfahren, dürften die damit verbundenen Anlaufkosten die Profitabilität kurzfristig beeinflussen, bevor Skaleneffekte greifen. Zugleich bindet die globale Expansion in Übersee zusätzliche finanzielle Mittel.

Die Geschäftsdynamik bleibt dennoch hoch: Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern ein Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent an, nachdem bereits das zweite Quartal mit Erlösen von 40,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen wurde.

An der Börse spiegelt sich dieser Trend wider. Vorbörslich notiert das Papier bei 391,00 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Kursplus von 52 Prozent. Damit liegt der Wert derzeit 7,0 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

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