TotalEnergies, Aktie

TotalEnergies SE Aktie: Milliardenprojekt im Kaspischen Meer

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 13:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Partner haben den Ausbau im Kaspischen Meer beschlossen; ab 2029 soll die Gasförderung jährlich sechs Milliarden Kubikmeter erreichen.

Aquarellgemälde der La Défense Skyline mit Grande Arche, Seine und herbstlichen Bäumen
TotalEnergies FR0000120271 als zartes Aquarell der Pariser La Défense Skyline mit Grande Arche und Herbstreflexionen Illustration mit AI erstellt.

TotalEnergies treibt sein Engagement in Aserbaidschan auf die nächste Stufe. Der Konzern hat gemeinsam mit den Partnern SOCAR und XRG die finale Investitionsentscheidung für den Vollausbau des Gasfelds Absheron getroffen. Das Vorhaben zählt zu den größeren Offshore-Projekten, die TotalEnergies derzeit in der Pipeline hat.

Vierfache Produktionssteigerung geplant

Absheron liegt im Kaspischen Meer, rund 100 Kilometer südöstlich von Baku, und birgt nach Unternehmensangaben etwa 140 Milliarden Kubikmeter förderbare Gasreserven. Eine erste Ausbaustufe läuft bereits seit 2023 und liefert 1,5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Der jetzt beschlossene Vollausbau soll die Fördermenge auf 6 Milliarden Kubikmeter pro Jahr vervierfachen, hinzu kommen 47.000 Barrel Kondensat täglich.

Der Produktionsstart ist für 2029 vorgesehen. TotalEnergies hält an dem Feld einen Anteil von 35 Prozent und agiert als Betreiber, SOCAR ist mit ebenfalls 35 Prozent beteiligt, XRG hält die verbleibenden 30 Prozent.

Doppelte Abnehmerstruktur als strategischer Kern

Das geförderte Gas soll sowohl den heimischen aserbaidschanischen Markt versorgen als auch über bestehende Infrastruktur in Richtung Türkei und weiter in den europäischen Gasmarkt exportiert werden. Für TotalEnergies passt das Projekt in die Erzählung, europäische Energiesicherheit durch Diversifizierung der Bezugsquellen zu stärken — ein Argument, das Konzernchef Patrick Pouyanné in der Ankündigung explizit hervorhob.

Bemerkenswert ist der technische Zuschnitt des Vorhabens. Vier Unterwasserbohrungen speisen eine vollelektrifizierte Onshore-Anlage, die laut Unternehmensangaben auf minimalen Energieverbrauch ausgelegt ist. Die Emissionsintensität soll unter 4 Kilogramm CO2-Äquivalent je Barrel Öläquivalent liegen — ein Wert, den TotalEnergies als Beleg für die Kombination aus niedrigen Kosten und geringem CO2-Fußabdruck anführt.

TotalEnergies ist seit 1996 in Aserbaidschan aktiv und hält neben dem Absheron-Anteil auch eine Beteiligung an der Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline. Der Vollausbau von Absheron reiht sich damit in eine langjährige Präsenz des Konzerns in der kaspischen Region ein, die mit der Entdeckung des Feldes 2011 und der ersten Förderfreigabe 2023 bereits mehrere Etappen durchlaufen hat. Bis zum geplanten Produktionsstart 2029 bleibt das Projekt zunächst eine Frage der Umsetzung im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen.

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