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TKMS Aktie: INS Drakon in Haifa übernommen

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 13:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die israelische Marine hat das jüngste Dolphin-Klasse-U-Boot übernommen; TKMS lotet mit EDGE gemeinsame maritime Schutzlösungen aus.

TKMS: INS Drakon in Haifa eingetroffen, neue Kooperation vereinbart
Modernes Marineschiff vor einer Küstenlinie bei Dämmerung, symbolisiert maritime Verteidigungstechnologie. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Eintreffen des U-Boots „INS Drakon“ in Haifa hat die israelische Marine das jüngste Schiff der Dolphin-Klasse in Empfang genommen. Medienberichten zufolge erreichte die von TKMS gebaute Einheit am Donnerstag ihren künftigen Stützpunkt. Das Schiff gilt als größtes U-Boot der israelischen Flotte.

Für die Werft markiert dieser Schritt den erfolgreichen Abschluss des Programms zur Fertigung der U-Boote dieser Baureihe, die mit außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantrieben ausgestattet sind. Die Einheit hatte das Werftgelände in Kiel Anfang September verlassen.

Zeitgleich treibt das Kieler Traditionsunternehmen neue internationale Initiativen voran. Am Freitag unterzeichneten TKMS und die EDGE Group eine Absichtserklärung über eine strategische Kooperation.

Ziel der Partner ist es, Möglichkeiten für gemeinsame Unterwasserüberwachungs- und Schutzfähigkeiten auszuloten. Dabei verfolgen beide Seiten einen integrierten technologischen Ansatz, der mehrere getrennte Systeme miteinander kombinieren soll, um maritime Infrastruktur und Seegebiete zu sichern.

Europäische Allianzen und technologische Spezialisierung

Die Absprache ergänzt bestehende Industrieallianzen auf europäischer Ebene. Bereits vor gut drei Wochen hatten TKMS und die italienische Fincantieri eine Grundsatzvereinbarung getroffen, um die Zusammenarbeit im Unterwasserbereich auszubauen. Bis zum Jahresende soll ein gemeinsamer Rahmen geschaffen werden, wobei das Vorhaben noch unter dem Vorbehalt gesetzlicher Vorgaben steht.

Zudem stärkt die Unternehmensgruppe ihre Position bei Überwasserprojekten und Systemtechnologien.

An dem Vorhaben für die Royal Navy ist Babcock International für Startsysteme und Plattformintegration beteiligt. Bei einem weiteren Überwasservorhaben meldete die von TKMS geführte Fregatten-Projektgesellschaft Fortschritte beim Entwurf, die eine spätere Auslieferung ab Mitte des kommenden Jahrzehnts ermöglichen könnten.

Kursziel und Finanztermine

An den Finanzmärkten stoßen die operativen Entwicklungen auf positive Resonanz bei Fachbeobachtern. Die Analysten von Bernstein Research bestätigten für das Papier am 21. September die Einstufung mit „Outperform“. Das Kursziel beließ das Analysehaus bei 125 Euro. Die Experten sehen das Unternehmen durch seine technologische Nische in der Verteidigungsindustrie aussichtsreich positioniert.

An der Börse notierte die Aktie am Freitag bei 84,00 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf steht damit ein Zuwachs von 27 Prozent zu Buche. Die nächsten verifizierten Kennzahlen zur operativen und finanziellen Geschäftsentwicklung stehen im Winter an: Im unternehmenseigenen Finanzkalender ist die Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts für den 7. Dezember angesetzt.

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