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TKMS Aktie: Bundeswehr plant vier weitere Fregatten

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 10:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Verteidigungsministerium plant zusätzliche MEKO-Schiffe; TKMS meldet zugleich Fortschritte bei U-Booten und Wartungsaufträgen.

TKMS: Vier weitere MEKO-Fregatten für die Marine geplant
Moderne Fregatte bei Nebel auf dem Ozean, symbolisierend maritime Verteidigungstechnologie und industrielle Investitionen. Illustration mit AI erstellt.

Die Bundeswehr bereitet einen substanziellen Überwasserauftrag für die deutsche Marineindustrie vor. Medienberichten zufolge plant das Bundesverteidigungsministerium die Beschaffung von vier weiteren Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU bei TKMS.

Am Markt ging das Papier am Freitag mit einem Schlusskurs von 79,00 Euro aus dem Handel.

Neuordnung der Beschaffung für die Überwasserflotte

Die anstehende Entscheidung fällt in eine Phase grundlegender Weichenstellungen für deutsche Überwasserschiffe. Am Freitag machte die niederländische Werft Damen Schelde Naval Shipbuilding Zahlungs- und Freistellungsansprüche von rund 4,7 Milliarden Euro gegen die Bundesrepublik Deutschland geltend.

Auslöser ist der Abbruch des Fregattenprojekts F126. TKMS selbst ist in dieser Auseinandersetzung weder als Anspruchsgegner noch als Vertragspartei benannt.

Die Planung für vier zusätzliche Einheiten der MEKO-A-200-DEU-Klasse unterstreicht den veränderten Beschaffungsfokus. Sollte der Haushaltsausschuss des Parlaments dem Vorhaben zustimmen, sichert sich der Kieler Marinebauer eine langfristige Basisauslastung seiner Fertigungskapazitäten im Marineschiffbau. Das Projekt würde die Position des Unternehmens als Hauptauftragnehmer bei künftigen Plattformen der Deutschen Marine festigen.

Operative Fortschritte in Wismar und Südamerika

Parallel zu den verteidigungspolitischen Entwicklungen im Inland meldete das Unternehmen Fortschritte in seinen internationalen Programmen. Am Mittwoch wurde auf der TKMS-Werft in Wismar mit dem ersten Stahlschnitt für das fünfte und sechste U-Boot der Invincible-Klasse begonnen. Auftraggeber der Boote ist die Republic of Singapore Navy, für die das Bauprogramm nun in die nächste Fertigungsphase eintritt.

Zusätzlich treibt das Unternehmen den Ausbau weltweiter Servicestandorte voran. Am 29. September nahm TKMS Dock den Betrieb im brasilianischen Itajaí auf und schloss sogleich einen ersten Auftrag ab: Eine Vereinbarung mit Saam Towage umfasst die Dockung und Wartung des Schleppers Antares.

Eingebettet sind diese Schritte in internationale Sondierungen wie die vor gut einer Woche vereinbarte Zusammenarbeit mit der EDGE Group zur Unterwasserüberwachung.

Mit einer Marktkapitalisierung steht das Unternehmen vor einer richtungsweisenden Woche, in der das Votum der Haushaltspolitiker über das Fregattenprogramm im Fokus des Marktes steht.

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