Tilray, Merton

Tilray: Merton kauft 10.000 Aktien

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 02:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tilray verzeichnet Rekordumsatz und Management-Investitionen in eigene Aktien. Neue THC-Getränke und Partnerschaften sollen Wachstumskurs fortsetzen.

Tilray: Insider-Käufe und Rekordquartal beflügeln Cannabis-Aktie
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Am Donnerstag brachte Tilray Brands mit dem "Mollo Lite Blackberry Lemon Seltzer" ein neues THC-haltiges Getränk auf den kanadischen Markt. Es handelt sich um das erste Multipack der Marke Mollo mit einer niedrigen Dosierung, was die Marktführerschaft des Unternehmens im Bereich der Cannabis-Getränke weiter festigen soll. Diese Expansion erfolgt zeitgleich mit einem deutlichen Vertrauensbeweis aus der Führungsebene: Wie aus Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, haben führende Manager des Konzerns am Montag und Dienstag eigene Mittel in die Aktie investiert.

Management-Käufe unterstreichen Vertrauen nach Rekordquartal

Finanzvorstand Carl A. Merton erwarb am Dienstag 10.000 Stammaktien zu einem Preis von 4,62 US-Dollar je Aktie. Damit erhöhte er seinen direkten Bestand auf 139.753 Papiere. Bereits am Montag hatte Denise M. Faltischek, Chief Strategy Officer bei Tilray, 2.500 Aktien für 4,78 US-Dollar pro Stück gekauft. Solche Transaktionen werden am Markt oft als Signal gewertet, dass die Konzernführung das Unternehmen trotz der allgemeinen Marktvolatilität auf einem stabilen Wachstumspfad sieht.

Die operative Basis für diesen Optimismus bilden die am 28. Juli vorgelegten Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2026. Tilray erzielte einen Rekordumsatz von 281,7 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 240,8 Millionen US-Dollar gerechnet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,05 US-Dollar, während der Markt einen Verlust erwartet hatte. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 wies das Unternehmen einen Umsatz von 915,5 Millionen US-Dollar aus. Die Aktie reagierte zuletzt positiv und verzeichnete am Freitag eine Tagesveränderung von 1,76%.

Ausbau des Getränkesegments und strategische Allianzen

Ein wesentlicher Pfeiler der künftigen Ausrichtung ist das Getränkesegment, das im Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 254 Millionen US-Dollar erzielte. Hierbei profitierte Tilray maßgeblich von der Integration der BrewDog-Vermögenswerte, die im vierten Quartal allein 51,1 Millionen US-Dollar zum Umsatz beitrugen. Ab dem Jahr 2027 plant das Unternehmen zudem eine weitreichende Partnerschaft mit Carlsberg, um die Aktivitäten auf dem US-Markt weiter zu skalieren.

Dennoch mahnen Beobachter zur Vorsicht bei der Integration der neuen Geschäftsbereiche. Medienberichten zufolge hängen die Abschlussbedingungen einiger Akquisitionen von behördlichen Genehmigungen ab, die zu Verzögerungen führen könnten. Auch logistische Faktoren wie Treibstoffzuschläge in Höhe von rund 2,3 Millionen US-Dollar belasteten zuletzt das bereinigte EBITDA. Trotz dieser Herausforderungen konnte Tilray die Nettoverschuldung zum Ende des Geschäftsjahres auf 0,7 Millionen US-Dollar senken.

Analysteneinschätzungen und Ausblick auf 2027

Die Analysten von TD Cowen bestätigten am 30. Juli ihre Kaufempfehlung für die Tilray-Aktie. Zwar wurde das Kursziel in einer vorangegangenen Analyse aufgrund von Genehmigungsverzögerungen im internationalen Cannabis-Vertrieb angepasst, doch das Analysehaus sieht weiterhin Potenzial, sofern das Unternehmen die Synergien aus den jüngsten Übernahmen realisieren kann. Alliance Global Partners bewertete das Papier am selben Tag neutral mit einer Halte-Empfehlung, was die gemischte Stimmung im breiteren Marktkonsens widerspiegelt.

Im deutschen Handel notierte der Wert mit einem Schlusskurs am Freitag von 6,36 CAD. Auf Sicht der vergangenen 30 Tage entspricht dies einem Zuwachs von 2,25%. Für das Geschäftsjahr 2027 gibt sich Tilray zuversichtlich und erwartet ein bereinigtes EBITDA in einer Spanne von 68 Millionen bis 75 Millionen US-Dollar. Das Management strebt einen Jahresumsatz von rund 1,2 Milliarden US-Dollar an, wobei das internationale Geschäft voraussichtlich 60 Prozent zum Gesamtergebnis beisteuern wird. Schwerpunkte der Strategie bleiben profitables Wachstum und eine disziplinierte Kapitalallokation über alle Segmente hinweg.

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