Thyssenkrupp, Aktie

Thyssenkrupp Aktie: Stahlsparte peilt 1,2 Mrd. EBITDA an

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 18:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutsche Bank Research bestätigt die Kaufempfehlung; Thyssenkrupp plant Stellenabbau und verfolgt Umbauziele im Stahlgeschäft.

Architekturrender eines modernen Glas-Bürohochhauses mit Grünanlage
thyssenkrupp AG (DE0007500001): moderner Architektur-Render eines gläsernen Firmensitz-Hochhauses mit weitläufiger Grünanlage und klarem Tageslicht Illustration mit AI erstellt.

Im Sog einer allgemeinen Markterholung schlossen die Papiere von Thyssenkrupp den Handel am Freitag mit einem Plus von 2,0 Prozent bei 14,10 Euro ab. Medienberichten zufolge sorgten schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten für Auftrieb an den europäischen Aktienmärkten, wovon auch der Essener Industriekonzern profitierte. Ein unternehmensspezifischer Auslöser lag der Kursbewegung am letzten Handelstag nicht zugrunde.

Trotz des jüngsten Zuwachses steht auf Wochensicht ein Rückgang zu Buche, während die Aktie seit Jahresbeginn um 51 Prozent zulegen konnte. Marktteilnehmer richten ihren Blick nach den jüngsten strategischen Signalen vor allem auf die operative Umsetzung der Konzernumbauten.

Analysten sehen Stahlsparte als Hebel

Rückenwind erhielt der Konzern zuletzt von Analystenseite. Deutsche Bank Research bestätigte am 29. September die Einstufung „Buy“ für Thyssenkrupp und setzte das Kursziel bei 18 Euro an. Analyst Bastian Synagowitz stufte dabei das Stahlgeschäft als den wichtigsten Kurstreiber für das Unternehmen ein.

Auf dem Capital Market Day der Stahlsparte hatte das Management die Strategie „Transform30+“ bekräftigt. Als mittelfristige Zielmarken peilt die Sparte ein bereinigtes EBITDA von mindestens 1,2 Milliarden Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 11 Prozent an.

Zudem wird ein positiver freier Cashflow angestrebt. Mehr als 800 Millionen Euro zur Ergebnisverbesserung sollen durch eigene Maßnahmen realisiert werden. Die Verselbstständigung von Thyssenkrupp Steel Europe bleibt das erklärte Ziel, wobei die Thyssenkrupp AG voraussichtlich eine Minderheitsbeteiligung behalten könnte.

Flankiert wird das Marktumfeld durch vorläufige Schutzmaßnahmen der Europäischen Kommission für kornorientierten Elektrobandstahl, die bis Ende Februar 2027 gelten.

Umbau im Autozulieferbereich läuft

Parallel dazu treibt der Konzern die Neuaufstellung anderer Sparten voran. Im Bereich Automotive Technology kündigte das Unternehmen an, an den Standorten Essen und Ennepetal rund 160 bis 180 Stellen abzubauen. Dieser Schritt ist Teil einer Neuorganisation des Fahrwerksgeschäfts, deren Umsetzung zum 1. Januar 2027 beginnen soll.

Für Investoren steht als nächster fester Termin am 8. Dezember 2026 die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2025/2026 an. Die dort vorgelegten Zahlen dürften zeigen, wie weit die Transformation der verschiedenen Geschäftsbereiche im operativen Zahlenwerk bereits greift.

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