Thyssenkrupp, Aktie

Thyssenkrupp Aktie: Jacobs verlängert Projektmanagement

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 10:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Jacobs führt das Projektmanagement und die Bauüberwachung fort; Thyssenkrupp hebt die Ergebnisprognose auf 600 bis 900 Millionen Euro an.

Fotorealistisches Stahlwerk mit Hochofen und Dampf bei Sonnenuntergang
thyssenkrupp AG (DE0007500001): fotorealistisches Stahlwerk bei Sonnenuntergang mit glühendem Hochofen, aufsteigendem Dampf und nasser Betriebsfläche Illustration mit AI erstellt.

Beim Bau der wasserstofffähigen Direktreduktionsanlage für die Stahlsparte von Thyssenkrupp gibt es personelle Kontinuität auf der Baustelle. Der Dienstleister Jacobs hat heute die Verlängerung für das Projektmanagement sowie die Bau- und Montageüberwachung des milliardenschweren Vorhabens in Duisburg bekanntgegeben. Die Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 2,5 Millionen Tonnen ausgelegt und bildet ein Kernstück bei der Dekarbonisierung der Produktion.

Für den Essener Traditionskonzern bedeutet die Bestätigung einen weiteren Schritt zur operativen Absicherung seines industriellen Leitprojekts. Die Maßnahme fügt sich in die umfassende Transformation ein, nachdem die Abspaltung der Stahlsparte vor über einem Monat auf den Weg gebracht wurde und die Aktie seither um 22,6 Prozent zulegen konnte. An den Märkten notiert das Papier im vorbörslichen Handel heute bei 15,40 Euro und liegt damit nur 2,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Konzernumbau und Schutzmaßnahmen flankieren den Kurs

Parallel zur Transformation der Duisburger Hütte forciert Thyssenkrupp die Neuaufstellung zur industriellen Holding. Am vergangenen Freitag wurde bekannt, dass der Börsengang der Materialhandels-Sparte tk accelis für Ende 2026 angestrebt wird. Der Mutterkonzern beabsichtigt dabei, eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an der Gesellschaft zu behalten.

Entlastung für das operative Stahlgeschäft kommt zeitgleich aus Brüssel. Laut Reuters traten am 25. September vorläufige Schutzmaßnahmen der Europäischen Union für Elektroband und nachgelagerte Produkte in Kraft. Diese umfassen Importquoten sowie Mindestpreise, während die diesbezügliche Untersuchung der Europäischen Kommission weiterläuft. Sie sollen den europäischen Markt vor Preisverzerrungen abschirmen.

Operative Erwartungen und Analystenblick

Die eingeleiteten Restrukturierungsschritte und das Marktumfeld spiegeln sich auch in den Finanzzielen wider. Medienberichten zufolge hob Thyssenkrupp die untere Grenze der Prognose für das bereinigte operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2025/26 auf 600 Millionen Euro an, womit die Zielspanne nun 600 Millionen Euro bis 900 Millionen Euro umfasst.

Für die weitere Entwicklung des Konzerns bleiben die termingerechte Umsetzung der Duisburger Großanlage und der geplante Teilbörsengang der Handelsaktivitäten die maßgeblichen Wegmarken.

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