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The Trade Desk Aktie: Morgan Stanley halbiert Kursziel auf 13 Dollar

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 11:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwaches zweites Quartal und vorsichtiger Ausblick lassen The-Trade-Desk-Aktie einbrechen. Analysten reagieren mit zahlreichen Kurszielsenkungen.

The Trade Desk: Enttäuschende Q2-Zahlen und gesenkte Prognosen belasten Aktie
Abstrakte Darstellung digitaler Werbetechnologien und Datenströme in einer modernen, professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

The Trade Desk hat mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal 2026 die Anleger enttäuscht und eine Welle von Herabstufungen bei Wall-Street-Analysten losgetreten. Das Unternehmen meldete am Donnerstag einen Umsatz von 715,1 Millionen US-Dollar, ein Plus von lediglich 3 Prozent im Jahresvergleich.

Für ein Werbetechnologie-Unternehmen, das jahrelang mit deutlich höheren Wachstumsraten geglänzt hatte, ist das ein magerer Wert. Die Q3-Prognose fiel noch ernüchternder aus: The Trade Desk stellt für das laufende Quartal einen Umsatz von mindestens 650 Millionen US-Dollar in Aussicht – spürbar weniger als im gerade abgeschlossenen Quartal.

Gewinn verfehlt Erwartungen

Auch auf der Ergebnisseite blieb The Trade Desk hinter den Schätzungen zurück. Das bereinigte Ergebnis je verwässerter Aktie lag bei 0,34 US-Dollar und damit unterhalb der FactSet-Konsensschätzung von 0,40 US-Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 241 Millionen US-Dollar bei einer Marge von 34 Prozent.

Für das dritte Quartal stellt das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von mindestens 160 Millionen US-Dollar in Aussicht – ein Wert, der die schwächere Umsatzdynamik widerspiegelt. Die Zahlen wurden im Rahmen der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal am Donnerstagabend erläutert.

Die Kombination aus verfehltem Gewinn und schwacher Umsatzguidance reichte aus, um an der Börse eine scharfe Verkaufswelle auszulösen. Der Kurs brach unmittelbar nach der Veröffentlichung deutlich ein, und auch danach setzte sich der Abwärtstrend fort.

Am Montag schloss die Aktie bei 11,60 Euro, ein weiteres Minus von 2,85 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Relative-Stärke-Index notiert mit 26,8 tief im überverkauften Bereich, ein Hinweis darauf, wie ausgeprägt der Verkaufsdruck der vergangenen Handelstage war.

Analysten kappen Kursziele reihenweise

Nach der Vorlage der Quartalszahlen reagierten zahlreiche Broker mit teils drastischen Kürzungen ihrer Kursziele. Morgan Stanley senkte sein Kursziel auf 13 von zuvor 26 US-Dollar – eine Halbierung, die die veränderte Wachstumseinschätzung für das Unternehmen unterstreicht. Cantor Fitzgerald reduzierte sein Kursziel auf 14 von 20 US-Dollar und beließ die Einstufung bei neutral.

Weitere Häuser zogen mit ähnlich deutlichen Schritten nach: Wells Fargo, Scotiabank und Jefferies kappten ihre Kursziele jeweils auf 12 US-Dollar, Rosenblatt Securities strich das Ziel von 24 auf 12 US-Dollar zusammen. Needham senkte seine Marke auf 19 von 25 US-Dollar, während Rothschild & Co Redburn mit einem neuen Ziel von 9 US-Dollar nach zuvor 11 US-Dollar zu den vorsichtigsten Stimmen zählt.

Die Bandbreite der neuen Kursziele reicht damit von 9 bis 19 US-Dollar – durchweg unterhalb der bisherigen Marken und ein deutliches Signal dafür, dass die Analystengemeinde ihre Wachstumserwartungen für The Trade Desk spürbar zurückgeschraubt hat.

Charttechnisches Bild bleibt angeschlagen

Der massive Kursverfall der vergangenen Wochen hat die Aktie in unmittelbare Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs von 10,71 Euro gedrückt, das erst am 7. August markiert wurde. Gleichzeitig notiert das Papier weit unterhalb sämtlicher gängiger gleitender Durchschnitte, was die Schwere des Abwärtstrends unterstreicht.

Für Anleger bleibt die entscheidende Frage, ob die schwache Q3-Prognose des Unternehmens bereits das Ende der Wachstumsdelle markiert oder ob weitere Enttäuschungen folgen. Solange sich daran nichts ändert, dürfte der Druck auf die Aktie hoch bleiben.

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