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The Trade Desk Aktie: MoffettNathanson senkt auf 6 Dollar

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 02:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwache Quartalszahlen und sinkende US-Einzelhandelsumsätze lassen The-Trade-Desk-Aktie auf Tiefststände fallen. Mehrere Analysten senken ihre Kursziele drastisch.

The Trade Desk: Kursrutsch nach schwachen Zahlen und US-Konsumflaute
Moderne Serveranlage in einem Rechenzentrum als Symbol für den digitalen Werbemarkt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Massiver Gegenwind durch schwächelnden US-Einzelhandel

The Trade Desk sieht sich mit einer zunehmenden Skepsis am Kapitalmarkt konfrontiert. Nachdem das Unternehmen am Samstag enttäuschende Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt hatte, folgten gestern mehrere Herabstufungen durch namhafte Analysehäuser. Die Kombination aus verfehlten Gewinnzielen und einem verhaltenen Ausblick auf das laufende Quartal belastet das Vertrauen der Anleger massiv.

Besonders die makroökonomischen Rahmenbedingungen rücken in den Fokus. Die US-Einzelhandelsumsätze sanken im Juli um 0,6 %, während der Markt eigentlich mit einem leichten Zuwachs gerechnet hatte. Dies stellt den deutlichsten Rückgang seit Mai 2025 dar.

Vor allem Online-Händler, die für die Werbeplattform eine wichtige Kundengruppe darstellen, verzeichneten ein Minus von 2,2 %. Das Management von The Trade Desk bestätigte, dass die schwindende Kaufkraft in unteren Einkommensschichten direkte Auswirkungen auf die Werbebudgets hat.

Analysten reagieren mit drastischen Kurszielsenkungen

Die Reaktion der Experten fiel gestern deutlich aus. MoffettNathanson strich das Kursziel massiv auf 6 US-Dollar zusammen. Parallel dazu senkte Cantor Fitzgerald das Ziel von zuvor 20 US-Dollar auf nun 14 US-Dollar und stuft den Wert lediglich mit Neutral ein.

Auch HSBC rät zum Verkauf der Aktie und sieht das Kursziel bei 10 US-Dollar. Diese Anpassungen folgen auf einen Quartalsbericht, in dem der Gewinn je Aktie mit 0,34 US-Dollar deutlich unter den erwarteten 0,40 US-Dollar lag.

Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 belief sich auf 715 Millionen US-Dollar, womit die Prognosen der Analysten von rund 751,55 Millionen US-Dollar verfehlt wurden.

Für das dritte Quartal gab das Unternehmen eine vorsichtige Umsatzprognose ab, was die Sorge vor einer länger anhaltenden Wachstumsdelle schürt. Marktbeobachter wiesen darauf hin, dass die Aktie technisch stark angeschlagen ist und mittlerweile unter wichtigen gleitenden Durchschnitten notiert.

Historische Tiefststände rücken in Reichweite

An den Märkten spiegelt sich die Verunsicherung in den Kursen wider. Das Papier hat seit Jahresbeginn bereits 64 % eingebüßt. Gestern schloss der Titel bei 11,58 €, womit er sich nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief hält. Damit setzt sich die Abwärtsbewegung fort, die durch die jüngsten Wirtschaftsdaten und die spezifische Schwäche im Werbesektor befeuert wird.

Auch charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Das Papier notiert aktuell 50 % unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 23,13 €. Solange keine stabilisierenden Signale aus dem Werbemarkt oder eine deutliche Verbesserung der US-Konsumdaten erfolgen, bleibt der Spielraum für eine nachhaltige Erholung begrenzt. Das Unternehmen muss in den kommenden Monaten beweisen, dass es trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds seine Marktanteile sichern kann.

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